Einstieg in den Erixx verwehrt

Zugbegleiter lassen Burkhard Albert nicht in den Zug nach Hodenhagen

Burkhard Albert an einem Bahnsteig.
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Erneut nicht von Erixx mitgenommen und von Zugbegleitern abgewiesen: Burkhard Albert stand auf dem Walsroder Bahnhof.

Walsrode/Hodenhagen – Mit Glauben und Vertrauen ist das so eine Sache, vor allem, wenn es um Erixx geht: Fast unmittelbar nach der festen Zusage des Unternehmens, Rolli-Fahrer nun doch mitzunehmen – auch gegenüber Landrat Manfred Ostermann – kam am Wochenende die Information an den SoVD-Kreisverband Heidekreis, dass der Hodenhagener Burkhard Albert erneut stehengelassen wurde.

15 Kilometer mit Elektro-Scooter gefahren

„Ich habe dir doch gesagt, wir nehmen dich nicht mit“, soll einer der drei Zugbegleiter am Freitag, um 13.19 Uhr, auf dem Walsroder Bahnhof gesagt haben, als Albert mit seinem Elektro-Scooter im Erixx nach Hodenhagen zurückfahren wollte. Alle drei Zugbegleiter lehnten es ab, ihn mitzunehmen. Albert musste die 15 Kilometer lange Strecke auf dem Radweg und später auf der Straße nach Ahlden zurückfahren. „Ich habe es noch geschafft – der Strom reichte gerade eben.“

Dabei hatte es, wie berichtet, kürzlich einen Vor-Ort-Termin auf dem Soltauer Bahnhof gegeben. Gleich vier betroffene Rollifahrer testeten, ob solch ein größeres Gefährt mitgenommen werden kann. Ein Mitarbeiter von Erixx war dabei. Der Landrat forderte das Unternehmen auf, die Menschen nicht einfach an den Bahngleisen stehenzulassen. Ostermann schrieb das zuständige Ministerium und den Betreiber der Bahn an. „Die VNO (Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen) aus Stade, verantwortlich für den öffentlichen Nahverkehr, hat sich bei mir gemeldet. Ihr wurde versichert, es gebe keine Probleme“, so der Landrat.

Kein Problem auf der Hinfahrt

Aber dann waren sie praktisch über Nacht und viel schneller als gedacht wieder da. Albert war am Freitag zur Tafel nach Walsrode gefahren und hatte auf der Hinfahrt kein Problem gehabt. „Ich hatte versucht, Erixx zu informieren, aber da war laufend besetzt.“ Dann habe er den ihm bekannten Kontaktmann aus Soltau angerufen, der beim Termin auf dem Bahnhof dabei gewesen war. „Ich kümmere mich darum“, habe dieser gesagt. Aber das war es dann auch.

Am heutigen Montag muss Burkhard Albert zum Arzt nach Walsrode. „Soll ich überhaupt fahren?“, fragte er am Sonntag. „Wenn ich wieder nicht mitgenommen werde…“

Annette Krämer vom Sozialverband Heidekreis: „Das ist einfach menschenunwürdig. Wir bleiben am Ball.“ mü

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