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Brustexperte Dr. Mina Fam: Eine Koryphäe für den Heidekreis

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Von: Klaus Müller

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Drei Männer und eine Frau stehen vor einem Klinikgebäude
Professor Dr. Frank Schmitz, der neue Chefarzt Dr. Mina Fam, Dr. Christiane Thein und Geschäftsführer Dr. Achim Rogge. © Müller

Die Spezialisierung im Heidekreis-Klinikum Walsrode hält an. Es werden Experten verpflichtet, die die gute Qualität des Hauses noch einmal verstärken sollen, damit man gut aufgestellt in das neue Klinikum nach Bad Fallingbostel gehen kann.

Walsrode – „Wir sind für die Bürger des gesamten Heidekreises da und wollen unser Angebot verstärken, damit die Wege ins Krankenhaus kürzer werden“, sagt Achim Rogge, Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums, beim Pressetermin in Soltau.

Er stellte den neuen Chefarzt der Senologie und Brustchirurgie, Dr. Mina Fam, vor. Der Ägypter gilt als Koryphäe in diesem Fachbereich und hat sich als Netzwerker für den Aufbau eines speziellen Rüstzentrums bereits in verschiedenen Kliniken in Deutschland einen Namen machen können. „Ich glaube, ich bin hier angekommen“, sagte der neue Chefarzt. „Ich habe ein kompetentes Team vorgefunden, mit dem ich hervorragend zusammenarbeiten kann.“

Nach der Brust-Operation zurück in ein normales Leben

Die Bezeichnung Senologie bezieht sich auf die Erforschung der weiblichen Brust. Frauen nach einer Brustoperation wieder in ein normales Leben zurückzuführen, sie in die Familie zu integrieren, Narben unsichtbar zu machen und vielleicht eine schönere, gesunde Brust zu bekommen, ist eines der vornehmlichen Ziele, die sich der neue Arzt auf die Fahnen geschrieben hat. „Ich möchte helfen, wieder Mensch zu werden.“

Derzeit gibt es 180 bis 200 Brustkrebsfälle jährlich im Heidekreis

180 bis 200 Brustkrebsfälle gebe es jährlich im Heidekreis, sagte Professor Dr. Frank Schmitz, der gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Christiane Thein aus der erfolgreichen Fachabteilung, Gynäkologie und Geburtshilfe am Termin teilnahm. „Wir möchten die Zahl der Fälle auf 50 reduzieren. Und darum werden die verschiedenen Fachbereiche rund um die Krebserkrankung intensiv ausgebaut. Brustkrebs bei den Frauen und Prostatakrebs bei den Männern seien heute die häufigsten Krebserkrankungen. Daher sei die Vorsorge ein wichtiges Thema. Auch Männer litten übrigens an Brustkrebs, der meist erst relativ spät festgestellt werde. Schmitz wünscht sich für den Heidekreis noch eine Strahlentherapie, um dann fast komplett zu sein.

„Alle Krebsarten abzudecken, wird kaum möglich sein“, stellte Rogge fest. Es seien einmal die Bestimmungen des Landes, die das nicht zuließen, „aber wir werden auf bestimmte Einrichtungen nicht verzichten können, ohne die eine Behandlung nicht sinnvoll abgeschlossen werden kann.“ Wichtig sei, dem neuen Heidekreis-Klinikum ein komplettes Gesicht zu geben und die Patienten im Heidekreis zu behalten.

Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten bei gutartigen und bösartigen Erkrankungen

Fam freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten des Hauses. In der Senologie und Brustkrebschirurgie sei man auf sämtliche Erkrankungen der Brust spezialisiert. „Wir bieten sowohl bei gutartigen als auch bösartigen Erkrankungen sowie bei Fehlbildung und Funktionsstörungen Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten an.“ Für sein Team und ihn selber sei es wichtig, dass sich jeder zu allen Zeiten kompetent und empathisch beraten und behandelt fühle. Im Team zu arbeiten, sei ihm wichtig. Und den Kontakt zu den erkrankten Menschen intensiv zu führen. Er habe sich auf eine lange Zeit am Standort Heidekreis eingestellt. mü

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