Viel los beim Oldtimertreffen in Vethem

Dieselduft zieht Treckerfans magisch an

Ein Schätzchen schöner als das andere: Der zentrale Punkt des Treffens war der Sportplatz, wo die verschiedensten Modelle in Reih und Glied standen und die Blicke auf sich zogen.

Vethem – „Hier kann die junge Generation einmal sehen, wie mit Treckern und Maschinen noch vor 40 oder 50 Jahren in der Landwirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes geackert worden ist“, war von einem älteren Besucher des Oldtimertreckertreffs zu hören. Er sei damals selbst noch aktiv gewesen und erinnere sich gerne an die alte Zeit der Bodenbearbeitung.

Die Ortschaft Vethem bei Walsrode war am Wochenende geprägt vom 16. Oldtimertreffen für alte Trecker und Landmaschinen. Jede freie Fläche wurde genutzt, um die landwirtschaftlichen Oldtimer zu präsentieren. „Bei jedem Treffen werden es mehr Fans dieser Zugmaschinen, die ihren oftmals sorgsam restaurierten Trecker vorstellen möchten“, erläuterte Olaf Himstedt vom „Verein zur Erhaltung und Pflege des dörflichen Kulturguts Vethem“ als Veranstalter. „Diesmal sind sogar Teilnehmer aus der Region Bielefeld sowie aus dem südlichen Teil von Schleswig-Holstein angereist“, freute sich Himstedt.

Schon Mitte der Woche seien die ersten Aussteller angekommen, die im Fahrerlager unter Stöckmanns Eichen ihren Platz fanden. Am Freitagmorgen setzte der große Run in der Region ein – und in den umliegenden Dörfern, aber auch in Verden, Rotenburg, Rethem oder Walsrode kündigte das Tuckern der Trecker mit angehängten Wohnwagen das Treffen an. Mit maximal 20, oftmals auch nur 6 Kilometern pro Stunde waren viele von ihnen mehrere Stunden unterwegs, oft in Kolonnen von mehreren Oldies.In Vethem angekommen, erfreute die Besucher Musik von der Liveband „Alles Echt“ aus Rethem. Noch am späten Freitagabend war während des „Vorglühens“ das Tuckern der Trecker auf der Suche nach einem Platz im Camp zu hören.

Weitere Tagesgäste tuckerten am Samstagmorgen an, und auch die ersten Besucher fanden sich ein. Ein Schauer ärgerte die Organisatoren, aber nach dem Regen kamen die Gäste in Scharen. Der zentrale Punkt des Treffens war der Sportplatz, wo neben dem restaurierten Herford-Motor die verschiedensten Modelle in Reih und Glied standen. Geprägt war die Szenerie auf und rund um den Platz vom rhythmischen Tuckern der Motoren und einem leichten Dieselgeruch, der über den Platz schwebte.

Beeindruckt von der Vielfalt der gezeigten Modelle zeigten sich Besucher. Die älteren verbanden mit dem Anblick der Maschinen oft nostalgische Erinnerungen an die damalige Zeit. Bei vielen kleinen Klönschnackrunden vor markanten Modellen wurde ausgiebig über die technischen Finessen der ausgestellten Oldies diskutiert: „Muss man als Fan dieser alten Trecker das hier einfach gesehen und erlebt haben“, hieß es.

Die jüngsten Gäste verfolgten derweil staunend und mit großen Augen die Vorführung von Arbeitstechniken, wie sie früher einmal üblich waren. Dazu zählten das Pflügen und die Feldbearbeitung, die Getreideernte sowie das Dreschen und Schroten vom Korn zum Mehl. Das Mähen mit der Sense wurde ebenso gezeigt wie das „Buttern wie bei Muttern“. Auch altes Handwerk wie Holzbearbeitung in der Zimmerei stieß auf großes Interesse.

Dazu gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Aktionen für Kinder und Erwachsene. Rundfahrten mit Trecker und Anhänger wurden angeboten, ebenso ein Bauern- und Kunsthandwerkermarkt. Für die Gaumenfreuden wurde mit Leckereien gesorgt, während die Jordantaler mit Blasmusik gute Stimmung verbreiteten. Die „Heidmärker Danz Lüüd aus Düshorn“ begeisterten mit alten Volkstänzen und DJ Schmitty gestaltete am Samstagabend den Abschluss.

„Das ganze Dorf steht voll hinter der Veranstaltung und viele Bürger helfen neben den 50 Mitgliedern des Vereins freiwillig und ehrenamtlich mit“, lobten die Organisatoren das Engagement. Die ältere Generation engagiere sich ebenfalls, nicht zuletzt mit hilfreichen Ratschlägen, wenn es um alte Arbeitstechniken gehe.  rö

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