Ralf Richter ist Leiter des GRZ Krelingen / Martin Westerheide verabschiedet

Dienst am „Leuchtfeuer“

Abschied nehmen hieß es für Martin und Ulrike Westerheide, während Landesbischof Ralf Meister Sonja und Ralf Richter (v.l.) in Krelingen willkommen hieß. Fotos: Michael Miklas

Krelingen – Das Geistliche Rüstzentrum (GRZ) Krelingen hat einen neuen Leiter und theologischen Vorstand. Vor rund 500 Gästen führte Landesbischof Ralf Meister den Pastoren Ralf Richter (56) in das Amt ein. Richter tritt damit die Nachfolge von Pastor Martin Westerheide (66) an, der das Krelinger Werk elf Jahre leitete und nun in den Ruhestand geht.

Im Rahmen des Festgottesdienstes in der Heinrich-Kemner-Halle betonte Meister die Vielfalt an Arbeitsbereichen und Angeboten in Krelingen. Das GRZ sei ein „Werk Gottes“ und ein geistliches „Leuchtfeuer“, wird der Landesbischof in einer Pressemitteilung des GRZ zitiert. Meister dankte Westerheide für seinen engagierten Dienst. Trotz zum Teil unterschiedlicher theologischer Sichtweisen sei es stets ein brüderliches und offenes Miteinander gewesen. Meisters Dank ging auch an Ulrike Westerheide, die ihren Mann in seinem Dienst unterstützt habe und sich selbst an vielen Stellen in das Krelinger Werk einbringe.

Abenteuerlust machte der Landesbischof bei Westerheides Nachfolger Ralf Richter aus, der an verschiedene Stationen im In- und Ausland tätig war. Zuletzt war der 56-Jährige Pfarrer der evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Peking.

Sowohl der alte als auch der neue Leiter machten ihre ersten Schritte in den geistlichen Dienst in Krelingen: Westerheide Anfang der 1970er-Jahre, Richter rund zehn Jahre später. „Vielleicht gucken Sie sich schon einmal in den 1990er-Jahrgängen nach einem geeigneten Nachfolger um“, scherzte der Bischof.

In seiner Predigt plädierte Richter für eine „Kultur der Nächstenliebe“. Diese sei keine Selbstverständlichkeit. In China habe er eine darwinistisch geprägte Gesellschaft erlebt, in der das Recht des Stärkeren gelte. Tendenzen zu einer „Ellenbogengesellschaft“ erlebe er auch in Deutschland. Als Christen gehe es aber darum, nicht wegzusehen, sondern die „Sichtweise Jesu“ und dessen Blick für Einzelne und ihre Nöte einzunehmen. Richter: „Aus der Verbindung mit Jesus erwächst eine Kultur der Nächstenliebe.“ Auch das GRZ Krelingen wolle weiterhin ein Ort der Nächstenliebe sein, an dem Menschen „Heilung und Hilfe“ erfahren, so der neue GRZ-Leiter.

Neben Vertretern verschiedener kirchlicher und christlicher Werke und Organisationen überbrachten Landrat Manfred Ostermann und Bürgermeisterin Helma Spöring Grüße des Heidekreises und der Stadt Walsrode sowie Superintendent Ottomar Fricke im Namen des Kirchenkreises Walsrode.

Das GRZ Krelingen wurde 1965 von Pastor Heinrich Kemner gegründet. Auf dem 17 Hektar großen Gelände gibt es ein Reha-Zentrum mit überbetrieblicher Ausbildung für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchthintergrund, ein theologisches Studienzentrum mit Sprachenschule, ein Freizeit- und Tagungszentrum mit Gäste- und Jugendhäusern, den Bereich Gemeindedienste und Seelsorge sowie mehrere Betriebe. Rund 90 Mitarbeiter sind im GRZ tätig.

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