Für kostendeckende Klinikfinanzierung

DGB: Braun und Soltwedel gewählt

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Die Vorsitzenden des DGB im Heidekreis, Carsten Soltwedel (l.) und Charly Braun.

Walsrode - Zustimmung für die Tätigkeit des Vorstands gab es bei der Delegiertenkonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Heidekreis. Die vielfältigen Aktivitäten hatte Karl-Heinz Röder in einer Filmdokumentation zusammengestellt. Außerdem wurden sie anhand von Flyern und Artikeln präsentiert.

Die Gewerkschafter hatten unter anderem Arbeitskämpfe unterstützt, zu Arbeitsrechtsfragen informiert, künftige Azubis über Rechte im Betrieb aufgeklärt, Bündnisarbeit gegen Sozialabbau, Rassismus und Freihandelsabkommen geleistet, kreative Straßenaktionen durchgeführt, tausende Rosen zum Weltfrauentag verteilt, einen detaillierten kommunalen Forderungskatalogs erarbeitet und gemeinsame Feste veranstaltet, so die Pressemitteilung.

In einem kurzen Bericht stellte Charly Braun die „Krisenhaftigkeit des globalen Kapitalismus“, die Zunahme von Armut und prekärer Beschäftigung sowie die Abwehrkämpfe von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen im Heidekreis dar. Er erklärte: „Wir setzen nicht auf Parteien als Stellvertreter unserer Interessen, sondern arbeiten stattdessen solidarisch mit vielen Bündnisgruppen zusammen, denn gemeinsam sind wir stark“.

Einstimmig wieder gewählt wurde die Vorstandsspitze: erster Vorsitzender Charly Braun, ver.di, Sozialarbeiter aus dem Aller-Leine-Tal; zweiter Vorsitzender Carsten Soltwedel, NGG, Betriebsratsvorsitzender der Emslandstärke Wietzendorf, und Schriftführer Rudi Pagel, ver.di, Personalratsvorsitzender der Gemeinde Bomlitz. Dem Kreisvorstand gehören ferner an: Detlef Scherer und Peggy Verges, beide BCE und Betriebsrat Industriepark Bomlitz; Uschi Bock, GEW Soltau, Gerhard Kuhnke, EVG, Alan Catlin, ver.di (Betriebsrat Schenker), Wolfgang Reiswig, GdP, Fabiola Richter und Maria Rodriguez-Gonzales, beide IG Metall.

Eine Diskussion zum geplanten Sparprogramm des Heidekreis-Klinikums (HKK) führte zu einer einstimmig beschlossenen Resolution. Darin kritisiert der DGB, dass die ohnehin überlasteten Klinikbeschäftigten auch noch Gehaltsverzicht üben sollen. Die finanzielle Lage und Versorgungsqualität von Kliniken sei nur durch Wiedereinführung des Kostendeckungsprinzips und durch gesetzliche Mindestpersonalregelung zu retten. Dafür wollen die Gewerkschafter gemeinsam mit den Klinikverantwortlichen kämpfen.

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