Bauausschuss Walsrode: Sanierung oder Abriss und Neubau

„Das Parkdeck ist eine Katastrophe“

Zufahrten zum Parkdeck an der Stadthalle Walsrode.
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Das marode Parkdeck an der Stadthalle muss saniert oder neu gebaut werden. Kosten zwischen 2,8 und 4,8 Millionen Euro wurden genannt.

Walsrode – Da muss die Stadt wohl tiefer in die Tasche greifen als erwartet: Das schon lange marode Parkdeck an der Stadthalle muss dringend abgerissen und neu gebaut oder saniert zu werden. „Wir bekommen dafür Fördermittel, die allerdings bis 2026 angelegt werden müssen, und darum müssen wir jetzt agieren“, sagte Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring in einer Sitzung des Bauausschusses am Dienstag im Walsroder Rathaus.

Nachdem das Parkdeck bei einer Überprüfung durch den Automobilclub Europa auf Barrierefreiheit vor kurzem glatt durchgefallen war, sei es an der Zeit, hier etwas zu tun.

Parkdeck unter Wasser gesetzt

Noch am Dienstagmorgen hatte ein kräftiger Regen das Parkdeck so unter Wasser gesetzt, dass eine Walsroder Spezialfirma angefordert werden musste.

„Dieses Parkdeck ist zur Katastrophe geworden“, sagte Stadtplaner Michael Süssmann, der gemeinsam mit Kerstin Heßland vom Bauamt dieses Großprojekt begleitet.

Sanierung oder Abriss

In der Sitzung stellte ein Planungsbüro aus Celle die ersten Ergebnisse einer umfangreichen Untersuchung des Baukörpers vor. Dabei ging es zunächst um eine mögliche Sanierung der Anlage, allerdings mit dem Ergebnis, dass die Parkplätze kräftig reduziert werden müssten, weil sie nicht mehr den heutigen Normen entsprechen. Aufgewendet werden müssten für dieses Vorhaben rund 2,8 Millionen Euro, wovon die Stadt 800 000 Euro zu tragen habe, alles andere werde gefördert. Das Gebäude werde wieder hergestellt, im Inneren erscheine es heller, es werde barrierefrei sein. Dafür seien breite Treppen und ein Aufzug geplant.

Die zweite vorgeschlagene Variante war ein Abriss der gesamten Anlage, die einen düsteren Eindruck mache, und ein Neubau. Das würde rund 4,8 Millionen Euro kosten, wobei Walsrode rund 1,5 Millionen zu tragen hätte. Es bliebe aber bei 104 Parkplätzen mit der richtigen Breite, die auf fünf Ebenen angelegt würden. Das Gebäude würde eine Höhe von knapp sieben Metern erreichen, sich aber nach Überzeugung der Planer dennoch gut in das „schwierige Gelände“, denn eine Wohnbebauung sei sehr nahe, einpassen. Dieses Gebäude müsste nicht irgendwann wieder verändert werden. Und: Man benötige im Bereich der Stadthalle die entsprechenden Parkplätze. Die Planung sieht übrigens fünf Behindertenparkplätze vor, Anschlüsse für E-Fahrzeuge und andere zusätzliche Einrichtungen wie breite Treppen und einen Aufzug.

In der Diskussion wurde deutlich, dass sich der Rat schnell mit diesem Projekt befassen wird. Die SPD-Fraktion kündigte an, das ihr erst am Dienstag vorgelegte Papier intern zu diskutieren.

Beschluss noch vor Weihnachten

Bürgermeisterin Spöring möchte in der nächsten Bauausschuss-Sitzung im November eine Entscheidung treffen, „weil die Zeit sehr drängt und wir beginnen müssen.“ Noch vor Weihnachten solle der Stadtrat beschließen.  mü

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