Auftakt der kreisweiten Aktion „Die Heide ist bunt“ vor dem Rathaus in Walsrode

Bunte Schirme als Zeichen für Vielfalt und Toleranz

Als die ersten Graupelkörner fielen, ging es auf dem Walsroder Ratshausplatz bunt zu.

Walsrode - „Die Heide ist bunt“ lautet der Titel einer Aktion, die auf dem Walsroder Rathausplatz gestartet wurde. „Auf gar keinen Fall ist die Heide braun“, betonte Burkhardt Schäfer. Er gehört zu den Organisatoren des Bündnisses von Kommunen, Schulen, Kirchen, Parteien und Vereinen, das sich zu Aktionen für mehr Toleranz und gegen Diskriminierung in jeglicher Form zusammengefunden hat.

Bunte Regenschirme sollten symbolisieren, dass viele Menschen die Herausforderung unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Weltanschauungen nicht als Gefahr oder Belastung sehen. Mehr als 500 Exemplare waren im Heidekreis zum Stückpreis von fünf Euro verkauft worden, und die Nachfrage nahm bei der Startaktion nicht ab. Als zu Beginn der Veranstaltung die ersten Graupelkörner fielen, erfüllten etwa 200 Schirme ihre Aufgabe; der Rathausplatz bot ein farbiges Bild.

Schirmherr des Bündnisses ist Landrat Manfred Ostermann. „So bunt wie das Bündnis stellen sich auch die Schirme dar“, sagte er. Der Zustrom der vor Krieg, Verfolgung, Hunger und Diskriminierung Geflohenen stelle eine große Herausforderung dar, der nur mit Sachlichkeit und vor allem Kompetenz begegnet werden könne, so Ostermann. Er sieht in der vielfarbigen Vielfalt auch eine Chance: „Integration kann nur durch Bildung gelingen.“ Und er hofft, in den kommenden Wochen noch recht viele der bunten Schirme auf den Straßen des Heidekreises zu sehen. „Machen Sie mit“, lautete die Bitte des Landrats.

Mit Manfred Ostermann und Bad Fallingbostels Bürgermeisterin Karin Thorey an der Spitze, setzte sich der farbenfrohe Zug in Richtung Klostersee in Bewegung. Es galt, das Gewässer mit den Schirmen einzurahmen und ein Symbol für die Akzeptanz von Vielfalt zu setzen.

jh

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