Bürgerinitiativen schließen sich zusammen / Sonnabend in Walsrode

Windkraft mit Augenmaß

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Windkraftanlagen haben nicht nur bedingungslose Befürworter.

Walsrode - Vertreter von Windkraft-Bürgerinitiativen aus ganz Niedersachsen, die sich für eine „weitsichtige und vernünftige Energiewende“ einsetzen, sowie die Mitglieder des Landesverbandes Landschaftsschutz Niedersachsen (LLS), wollen sich am Sonnabend, 25. April, zu einem breiten Bündnis zusammenschließen. Geplanter Name der neuen Vereinigung ist „Vernunftkraft Niedersachsen – Landesverband Landschaftsschutz“. Die durch einen Fachvortrag zur Speicherproblematik von Prof. Dr. Frank Endres vom Institut für Elektrochemie der TU Clausthal bereicherte Versammlung beginnt um 15.30 Uhr in der Stadthalle Walsrode.

Dabei sein werden auch die vier im Landkreis-Verden aktiven Bürgerinitiativen „Gegenwind Riede“, „Bürger gegen Windpark Giersberg“, „Winka (Neddenaverbergen)“ und „Erhaltung Lebensqualität Ahnebergen“.

In Niedersachsen bestehe eine „große Unzufriedenheit bei vielen Bürgern, die mit der übergroßen Intensität des Windkraftausbaues äußerst unzufrieden sind, die wir aber als LLS nicht alle zu erreichen vermögen“, erläutert Vorsitzender Lutz Taddiken, in der Einladung zu der gemeinsamen Mitgliederversammlung. Andererseits gebe es in Niedersachsen aber eine große Bewegung durch zahlreiche Bürgerinitiativen und Kräfte, die sich binnen weniger Monate zum „Windkraftnetzwerk-Niedersachsen“ (WKN) zusammengeschlossen haben.

Zu den Zielen des neuen Landesverbandes zähle, der „ausufernden“ Zunahme von Windparks entgegenzuwirken, indem er über die dramatischen Auswirkungen der Windenergieanlagen auf die Gesundheit der Menschen und auf die Zerstörung von Landschaften aufkläre. So tritt der neue Landesverband – wie auch die Bundesinitiative Vernunftkraft, der neun weitere Verbände angehören – beispielsweise für einen deutlich höheren Mindestabstand der Windenergieanlagen zu Wohngebäuden ein, der wie in vielen anderen Ländern auch mindestens das Zehnfache einer Anlagenhöhe betragen soll.

Zweck des Verbandes soll unter anderem „der bewusste Umgang mit der wachsenden Anzahl von Windkraftanlagen“ sein, die mit „ständig wachsenden Bauhöhen eine technische Überprägung des Landschaftsbildes verursachen“, heißt es in dem Satzungsentwurf. Es solle Einfluss genommen werden, dass der Bestand unbebauter Landschaften langfristig gesichert und gefördert wird, heißt es dazu weiter.

Einsetzen wolle sich der Verband zudem für „die Aufhebung der Privilegierung von Windkraftwerken im Außenbereich“, für die Darstellung von Alternativen zur umweltschonenden Energiegewinnung wie auch für die „Erhaltung der Erholungsfunktion unbebauter Natur- und Kulturlandschaften. Betont wird, dass „Vernunftkraft“ parteipolitisch unabhängig sei.

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