Brüderliche Hilfe in Bomlitz

Start für das Projekt Frater Eustachius 

Initiator Peter Jahnke (l.) mit Dirk Röseke von Dow.

Bomlitz - Das Projekt Frater (Bruder) Eustachius wird das Leben in Bomlitz positiv beeinflussen: Der Saal der Villa Wolff war rappelvoll, als Peter Jahnke den Startschuss zum „Netzwerk für Hilfe in schwierigen Lebenslagen“, benannt nach dem Frater Eustachius, geben konnte.

0700/29699000 lautet die Telefonnummer, unter der Rat und Hilfe erhältlich sind. In Bomlitz kann sich sicherlich jeder diese Hotline gut merken, denn 29699 ist auch die Postleitzahl.

Sechs Seniorenlotsen sind zum Start im Einsatz: in Bomlitz, Bommelsen und Kroge ist Peter Jahnke der Ansprechpartner. Benefeld wird von Brigitte Meyer betreut. Werner zum Felde steht in Borg bereit. Uetzinger und Wenzinger können sich an Sonja Rodewald wenden. Inge Hoops-Hilmer ist in Westerharl und Hasberg im Einsatz. Bruno Stadie ist für Ahrsen, Cordingen, Hünzingen und Jarlingen zuständig. Die Seniorenlotsen greifen auf die Informationen und Hilfen von 13 Institutionen zurück, ein Netzwerk. Dirk Swinke, Landesgeschäftsführer des SoVD Niedersachsen, erklärt: „Seniorenbegleiter nehmen im Dickicht der Organisationen die Suche ab.“

Bruno Stadie hat Flyer über Frater Eustachius persönlich verteilt und war glücklich, wie viele Menschen den Namen und die Aufgabe schon kennen. Er erzählt, dass er schon vorher häufig von Nachbarn um die eine oder andere Unterstützung gebeten worden sei: „Das reicht von Hilfe beim Computer bis zur Frage, ob ich jemanden mit zum Einkaufen nehmen kann.“

Ein Blick in den voll besetzten Saal. - Fotos: Muschter

Auch Sonja Rodewald hat ihre erste erfolgreiche Beratung schon hinter sich: „Mich hat jemand um Hilfe gebeten, die einen Verwandten betraf, und das hat gut geklappt.“ Peter Jahnke formuliert die Aufgabe der Seniorenbegleiter wie folgt: „Der Vermittler zwischen dem, der Hilfe braucht und dem, der Hilfe bietet.“

Der SoVD hat Peter Jahnke im ersten Gespräch in Hannover sofort Unterstützung zugesagt. Die 15 Ortsverbände im Heidekreis erbringen für die fast 8.000 Mitglieder im Heidekreis vergleichbare Aufgaben, ebenso wie der ebenfalls eingebundene VdK, aber Eustachius kann man eben auch anrufen, wenn man kein Mitglied in einem Sozialverband ist. Hier wird eine Lücke für alle Menschen in der Region geschlossen.

Jahnke hat das Netz in den vergangenen zwei Jahren zu knüpfen begonnen und war sehr beharrlich. Große Partner sind der Ambulante Hospizdienst, der Ambulante Pflegedienst, die Johanniter und der Paritätische Verein im Heidekreis. Aber auch die 24-Stunden-Seniorenbetreuung, der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen, der VdK, die Tagespflege Teestuv Bomlitz, die Gruppe tegeler, die evangelische Paulus Kirchengemeinde und die katholische Kirchengemeinde Sankt Maria gehören dazu.

Dr. Sirus Adari vom Onkologischen Arbeitskreis erklärte den Zuhörern im voll besetzten Saal die Aufgaben der vielen Einrichtungen im Palliativbereich. Auch hier stehe den Angehörigen und Betroffenen ein großes Feld an optimaler Hilfe zur Verfügung.

Zudem ist mit Christine Held die Trauerbegleitung „Lichtblick“ des Onkologischen Arbeitskreises und der Kirchengemeinde Walsrode in das Netzwerk eingebunden.

Peter Jahnke appelliert vor allem an jüngere Menschen, sich zum Seniorenlotsen ausbilden zu lassen, jeder kann hier seine Stärken einbringen. Dirk Röseke von Dow zeigte sich begeistert von dem Vorhaben: „Engagierte Bürger haben schon immer viel bewegen können.“ 

cc

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