5. Bildungskonferenz: Perspektiven für künftige Schullandschaft

Notwendige Flexibilität

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Prof. Dr. Asselmeyer beschrieb, wie die Bildungslandschaft im Heidekreis aussehen könnte.

Walsrode - Bei der 5. Bildungskonferenz des Heidekreises ging es in der Walsroder Stadthalle um nichts anderes als die Zukunft der Schullandschaft. Hochkarätige Experten diskutierten mit Schulvertretern, Lehrkräften, Eltern, Schülern sowie kommunalen Vertretern.

Wie muss die Schule der Zukunft im Zeichen des demografischen Wandels, mit Blick auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Anforderungen, aufgestellt sein? Diese Frage wurde in verschiedenen Workshops beleuchtet. Prof. Dr. Herbert Asselmeyer, Stiftung Universität Hildesheim, fasste die Zukunft der Bildungslandschaft für den Heidekreis mit einer afrikanischen Weisheit zusammen. „Bildung braucht ein ganzes Dorf“, so der Wissenschaftler und meinte damit eine enge, vernetzte Zusammenarbeit aller Bildungseinrichtungen der Region.

Vor dem Hintergrund, dass der Kreistag 2016 einen neuen Schulentwicklungsplan beschließen soll, sei diese Bildungskonferenz, so Landrat Manfred Ostermann, ein wichtiger Schritt, der der Politik und der Verwaltung aufzeigen könne und müsse, wie Schule aussehen und arbeiten solle. Inhalte sowie Strukturen ständen auf dem Prüfstand. Im Augenblick befinde sich im Heidekreis alles auf „stand by“ – die Entwicklung von Schulstrukturen, aber auch alles, was die Sanierungen betreffe. Man könne nichts beschließen, so Ostermann, wenn man nicht wisse, wie die Schullandschaft künftig aussehe. Die Bildungslandschaft sei zwar schon recht gut aufgestellt und vernetzt, aber neue Herausforderungen wie geringere Schülerzahlen warteten auf Antworten.

In drei Arbeitsgruppen diskutierten unter anderem Eltern und Schüler, Lehrkräfte und kommunale Vertreter. Einig waren sich alle, dass eine wohnortnahe Beschulung erhalten bleiben solle. Da müsse auch über neue Schulmodelle nachgedacht werden, so das Fazit der Diskussionsrunde der Schulen mit Asselmeyer. Vernetzung und Kooperation auf allen Bildungsebenen müssten noch forciert werden. Gute Bildung benötige alle Ebenen, so Asselmeyer, eben ein ganzes Dorf. Der Vertreter der kommunalen Diskussionsrunde meinte, dass Standortsicherung eine hohe Priorität haben müsse, aber auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung nicht außen vor bleiben dürfe. Wichtig sei die Qualität und dass alle Schulformen, wenn nicht mehr direkt vor Ort, so doch in einigen Regionen im Kreis vorhanden seien.

Bei allem Wandel, der nur durch die enge Zusammenarbeit von Schulen, Kommunen, Kreis und Land optimal gestaltet werden könne, müsse auch Zeit und Ruhe vor dem Wandel bleiben, betonte Asselmeyer. Schule müsse die Freiheit bekommen, sich aus sich selbst heraus zu entwickeln, lautete eine These der Kommunalvertreter.

Ostermann kündigte zum Ende der Konferenz an, dass alle Ideen sicher in den neuen Schulentwicklungsplan einfließen würden. Mit Blick auf die Kommunalwahl im September 2016 müsse der alte Kreistag noch den Schulentwicklungsplan beschließen. Alle Pläne ständen trotzdem unter Vorbehalt, betonte der Landrat, denn die Entwicklung des Flüchtlingsstromes könne man nicht vorhersehen. Flexibilität sei deshalb in Zukunft nötig.

hf

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