Bildungsberatung Heidekreis in Walsrode / Vertrauliche Gespräche

Duo hilft beim Erkennen eigener Potenziale

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Bianca Schröder (l.) und Jutta Meyer-Kranz.

Walsrode - „Die meisten Ratsuchenden, die zu uns kommen, sind Mitte 30 und stehen im Beruf oder sogar auf einer Karriereleiter“, so Jutta Meyer-Kranz, Mitarbeiterin der Bildungsberatung Heidekreis. Viele von ihnen möchten weiterkommen oder sich beruflich verändern und sind sich selbst nicht über die Richtung schlüssig. Andere haben einen persönlichen Zusammenbruch durch den Verlust des Arbeitsplatzes oder gar des eigenen Unternehmens erlitten und lassen sich durch die Beratung neue Wege aufzeigen. „Unser Klientel bewegt sich in der Altersspanne zwischen 15 und 65“, ergänzt Kollegin Bianca Schröder.

Es sei keine Seltenheit, dass auch Rentner die Institution, die der Volkshochschule Heidekreis angegliedert ist, um Rat fragen. Mancher möchte nach der Beendigung seines Berufslebens nochmal „ganz was anderes“ machen, gegebenenfalls auch im ehrenamtlichen Bereich.

Kompetenzen in Sachen Berufs-, Studien- oder Lebensberatung nimmt das Beratungsduo für sich nicht in Anspruch. „Licht in den Bildungsdschungel bringen“ heißt die Devise.

„Die Defizite vieler Ratsuchender liegen oft einfach im Erkennen ihrer eigenen Potenziale“, weiß Meyer-Kranz. Durch coachende Fragetechniken gelinge es immer wieder, diesen auf die Spur zu kommen und bislang nicht gekannte Wege aufzuzeigen. Nach ein- oder mehrstündigen Gesprächen sei man oft in der Lage, Vorschläge zu machen und an weitere Beratungsinstitutionen zu verweisen. „Und oft genug erhalten wir dann ein freiwilliges positives Feedback“, freut sich Bianca Schröder.

Beide Frauen wissen, dass viele Ideen oder Wünsche aus falscher Scham nicht vorgetragen werden, weil sie den Betroffenen als unsinnig erscheinen. „Kürzlich äußerte eine junge Frau, dass sie gerne Klangtherapeutin für Pferde werden wolle“, so Bianca Schröder. Sie nehme solche angepeilten Fernziele durchaus ernst und versuche, für die Betroffenen entsprechende Wege aufzuzeigen. Netzwerkartige Verbindungen zu weiteren Kontaktstellen seien hilfreich.

600 Kontakte konnte das Walsroder Team im vergangen Jahr bearbeiten, und 140 Stunden Beratungsgespräche wurden 2015 bereits geführt. „Zu uns darf jeder kommen, der sich in Fragen beruflicher Bildung orientieren möchte.“

Auch Ratsuchende mit Migrationshintergrund sollten keine Scheu haben, die Hilfe der Bildungsberatung in Anspruch zu nehmen. „Oft wissen die Betroffenen nicht, dass ihre Abschlüsse aus ihrem Heimatland auch hier viel Wert sein können“, so Meyer-Kranz.

Zwölf Beratungsstellen gibt es in Niedersachsen. Die kostenlosen Gespräche sind vertraulich, und auf Wunsch erfahren weder Ehepartner oder Eltern die Inhalte. Gefördert werden die Einrichtungen vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Infos gibt es unter www.bildungsberatung.vhs-heidekreis.de. Telefonisch sind Jutta Meyer-Kranz und Bianca Schröder unter 05161/4856-15 zu erreichen. Anschrift: Kleiner Graben 22a, 29664 Walsrode. Geöffnet ist montags bis donnerstags, 8 bis 16 Uhr, und freitags, 8 bis 12 Uhr. E-Mail bildungsberatung@vhs-heidekreis.de.

jh

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