Heide-Werkstätten und das Unternehmen Knop bauen

Für ein besseres Walsrode

Die Bauherren Thomas Lasthaus (r.) und Rainer Knop (l.) stellen mit Architekt Jürgen Niemeyer das neue Projekt vor. - Foto: Müller

Walsrode - Es ist derzeit eines der bedeutendsten Innenstadtprojekte, das am Mittwoch in der City Walsrodes für alle Augen sichtbar angeschoben wurde: Mit einem Gesamtkostenaufwand von 3,5 Millionen Euro werden, nachdem zwei alte Gebäude in der unteren Moorstraße in Kürze abgerissen werden, zwei neue funktionale und der Innenstadt angepasste Häuser entstehen, die wichtige Anforderungen an eine gesunde Stadtentwicklung erfüllen sollen.

Das Café „Samocca“, beliebter Treffpunkt in der Kernstadt, soll erweitert und das gastronomische Angebot bereichert werden. Außerdem wird es ein weiteres neues Gebäude mit Ladenfläche und Seniorenwohnungen geben. Die Bauherren, die Heide-Werkstätten Walsrode und das Ehepaar Knop, haben sich arrangiert, um zu einer sinnvollen Entwicklung des Innenstadtkerns beizutragen. „Wir meinen, dass wir auch mit einer einheitlichen, verbindenden Gestaltung des hinteren Bereiches mehr Leben in diese Stadt bringen“, sagt Thomas Lasthaus, Vorstandsvorsitzender der Heide-Werkstätten.

In die gleiche Kerbe schlägt Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring. „Es ist ein großer Schritt für unsere Stadtentwicklung. Die Stadt begrüßt dieses Projekt ausdrücklich.“ Sichtbares Zeichen ist, dass die Baustelle schon heute über eine Zuwegung am Rathaus vorbei erschlossen wird. Später soll zu den beiden neuen Häusern vom Rathaus her eine direkte fußläufige Verbindung erfolgen. „Und dann hoffen wir, dass wir einmal von den Banken her einen breiten, gepflasterten Fußweg mit viel Grün drumherum und Bänken dorthin führen können“, sagt Spöring durchaus optimistisch mit einem Blick in die Zukunft der Stadt.

So sieht es derzeit in der Moorstraße aus, rechts das Café Samocca, daneben die beiden Gebäude, die jetzt neuen Häusern weichen müssen. Diese werden sich dem Stadtbild Walsrodes anpassen. - Fotos: Müller

Planer und Architekt Jürgen Niemeyer erläuterte das Projekt. Zurzeit fänden Abbruch- und Erschließungsarbeiten im hinteren Bereich der beiden neuen Grundstücke statt. Dann würden die beiden Gebäude abgerissen werden. „Der neue Samocca-Bereich, der direkt neben dem alten Café entstehen wird, erhält eine Nutzfläche von 425 Quadratmetern über vier Ebenen, mit Treppenhaus und Aufzug. Rund 120 Quadratmeter wird der untere neue Gastraum erhalten, circa 80 Quadratmeter ein für Veranstaltungen und Seminare geplanter Multifunktionsraum im ersten Obergeschoss, außerdem einen erweiterten Küchenbereich, mehr Lagerräume und Personalräumlichkeiten. Thomas Lasthaus ergänzte: „Wir mussten unbedingt etwas unternehmen. Das Samocca ist sehr beliebt über Walsrode hinaus. Und darum haben wir diesen Schritt, rund 1,5 Millionen Euro neu zu investieren, gewagt. Im Außenbereich werden wir dann auch Front-Cooking anbieten können.“

Das Ehepaar Knop hat sich dem Vorhaben angeschlossen, lässt das alte Haus abreißen und setzt gemeinsam mit dem Architekten Jürgen Niemeyer ein neues Gebäude mit einer 250 Quadratmeter großen Verkaufsfläche im unteren Bereich und acht seniorengerechte Wohnungen in einer Größe von 40 bis 95 Quadratmetern im oberen Teil des auf vier Ebenen entstehenden neuen Hauses um, natürlich mit einem Aufzug. „Das Interesse der Menschen an diesen Wohnungen ist heute schon sehr groß“, berichtete Rainer Knop. Rund zwei Millionen Euro sollen investiert werden. Anfang 2018 soll das Gesamtprojekt bezugsfertig und funktionstüchtig sein.

Es wird ein gemeinsamer Innenhof entstehen, eine schöne freizügige Anlage für alle, mit der Erschließung an das Rathaus heran, an das Café und an andere Kernbereiche der Innenstadt. „Wir wollen, dass die Menschen noch mehr zusammenleben, dass die Kernstadt lebendiger wird“, sagte die Bürgermeisterin, die die Maßnahme als Startschuss für ein besseres Walsrode hält.

Geschäftsführer Gunther Rath von den Heide-Werkstätten ergänzte: „Wir wollen zu dem Projekt Samocca eine Gastronomieerweiterung mit neuen Angeboten für Gäste und Beschäftigte vornehmen und inklusive Arbeitsplätze mit direktem Kundenkontakt mitten in der Stadt einrichten.“ Inklusion sei das oberste Gebot. 

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