SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil lädt zu Konferenz in Walsrode ein

Bedürfnis nach Sicherheit

Lars Klingbeil (l.) leitete die Sicherheitskonferenz in Walsrode. - Foto: Stephanie Havemann, Büro Lars Klingbeil

Walsrode - Wie können Bürger und ihr Eigentum geschützt werden? Das Thema „Innere Sicherheit in der Gesellschaft“ wurde auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil am Dienstagabend öffentlich in der Walsroder Stadthalle diskutiert.

Zu den Experten zählten Karsten Lemke, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Heidekreis, Ralph Reinhardt von der Gewerkschaft der Polizei, Kreisbrandmeister Hartmut Staschinski, Peter Rabe, Vorsitzender des Kreispräventionsrates, sowie die Landesbeauftragte des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner. Aus Berlin war der SPD-Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch, SPD, Mitglied des Innenausschusses, angereist. Auch Bürgermeisterin Helma Spöring gehörte zu den Gästen und lobte die Feuerwehr und alle anderen ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

Der voll besetzte Saal zeigte, dass das Interesse am Thema Sicherheit im Heidekreis groß ist. Die Bürger stellten an diesem Abend viele Fragen. Klar wurde, dass die größte Sorge der ansteigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen gilt. Eine Zuhörerin kritisierte die von Grötsch präsentierten Programme zur Einbruchsprävention am Haus. Hierbei geht es unter anderem um Maßnahmen für Fenstern und Türen. Dies sei eine Symptombehandlung, aber die Ursachen für die Einbrüche kämen nicht zum Vorschein. Sie und viele andere im Saal fragten sich, warum es eine wachsende Zahl an Einbrüchen gibt. Eine befriedigende Antwort erhielten sie allerdings nicht.

Forderungen nach Personal und Geld

„Wohnungseinbruchsdiebstahl bedarf einer intensiven Ermittlung. Bei der Aufklärungen helfen vor allem Hinweise und die Wachsamkeit der Nachbarn“, erzählte Lemke. Er beschrieb die aufwändigen Ermittlungen bei einem Wohnungseinbruch: „Nachbarschaftsbefragungen sind personalaufwändig, und deshalb brauchen wir mehr Einsatzkräfte.“ Die Experten waren sich einig, dass die Polizei dringend mehr Personal benötigt. „Meine Streifenwagenzeit liegt schon ein paar Jahre zurück, aber früher konnten wir noch mit dem Bürger sprechen, heute hat man als Beamter kaum Zeit dafür“, sagte Reinhardt.

Und Grötsch kündigte Verbesserungen an, die manch einer kaum glauben mochte: „Wir wollen Ihnen wieder das subjektive Gefühl der Sicherheit zurückgeben, und werden dafür mindestens 6 000 Leute für die Landespolizei einstellen.“ Er lobte das THW und dessen Arbeit. Er versprach einen Zuschuss von acht Millionen Euro für die Arbeit in Niedersachsen. Auch diese hohe Summe sorgte für Staunen. Lackner lobte die Arbeit des Hilfswerk in hohen Tönen: „Ich betone, dass wir 80 000 ehrenamtliche Mitarbeiter beschäftigen.“ Über Spesen in Höhe von acht Millionen Euro würde sie sich für das THW selbstverständlich freuen. Das Geld könnten sie gut gebrauchen. „Wir brauchen finanzielle Mittel. Unsere Fahrzeuge sind nur bedingt zu gebrauchen.“ Auf die Kaffeesteuer anspielend, sagte sie, dass das THW finanziert sei, wenn jeder Bürger täglich eine Tasse des Getränks mehr konsumiere.

Mehr Geld für mehr Sicherheit, so lautet auch der Wunsch der Feuerwehren: „Wir leisten einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag, aber das Auto könnte immer ein bisschen roter sein“, sagte Staschinski.

Rabe erläuterte: „Es gibt keine Sicherheit ohne Bildung, und deshalb fangen wir ganz unten an und klären Kindergärten und Schulen rund um das Thema auf.“ Diese Methode scheine zu wirken. Gewaltbereitschaft und rechtsradikales Verhalten seien zurückgegangen.

Am Ende der Veranstaltung lobte ein Bürger, dass er sich nun hinsichtlich der inneren Sicherheit besser informiert fühle.

wll

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