Pläne sorgen bei Einwohnern für Unruhe

Asphaltwerk bei Kreilingen in der Kritik

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Mehr als 150 Bürgerinnen und Bürger aus Krelingen und den umliegenden Gemeinden waren zur Informationsveranstaltung des möglichen Asphaltwerk-Betreibers Ahrens in das Gasthaus Columbus gekommen.

Krelingen - „Wir können Ihnen heute nicht alle Fragen beantworten, aber wir versuchen, möglichst transparent zu bleiben. Kommen Sie gern auf uns zu, schreiben Sie uns und reden Sie mit unserem Unternehmen.“ Frank Rettig, für die Presse verantwortlich beim Stadthagener Unternehmen Ahrens, wurde bei einer Infoveranstaltung des möglichen Betreibers eines Asphaltwerkes bei Krelingen mit Fragen fast „erschlagen“.

Alle Krelinger seien zu einer Besichtigung eingeladen, um zu sehen, wie solch ein Werk funktioniert. „Ich kann Ihnen auch heute noch nicht sagen, ob wir die Anlage mit Gas oder Öl oder anderen Materialien betreiben würden.“ Bei einem positiven Beschluss vergingen schließlich noch zwei Jahre.

Wichtige Themen: Dreck, Gerüche, Verkehr

Mehr als 150 Bürger, Ortsvorsteher aus benachbarten Dörfern und Vertreter der Stadt wollten sich informieren und hatten viele Fragen an das Unternehmen. Wie sieht es mit der Geruchsbelästigung, mit Dreck für die Umwelt und dem zu erwartenden Lkw-Verkehr aus? „Wir leben doch schon zwischen zwei Autobahnen, nun sollen wir noch weiter belastet werden“, war eine Meinung. Aber auch: „Wir fahren auf guten Asphaltstraßen, möchten aber nicht, dass ein Asphaltwerk nahe einer Siedlung gebaut wird.“

Rettig sieht in dem geplanten Standort nahe der Kreisstraße, die von Krelingen zur Autobahn führt, ein „ideales Gelände, das wir so noch kaum irgendwo anders gefunden haben. Es wird von allen Seiten von Bäumen umgeben. Wir werden den Saum zur Straße auch noch verstärken“, sagte der Pressesprecher. Und es würden alle nur möglichen Gutachten gemacht, ehe man in die Planung gehe.

Ostenholz und Westenholz werden bei Umfrage beteiligt

Rettig kündigte zwei weitere öffentliche Informationsveranstaltungen an. Bei diesen solle es um die Einsprüche von Behörden und Verbänden gehen, aber auch um die weiteren Fragen und Einwände der Bevölkerung, die noch längst nicht von einem etwa 170 Meter von Krelingen entfernten Asphaltwerk überzeugt ist.

„Für mich ist es sehr wichtig, dass ich nicht nur aus Krelingen, sondern auch aus Ostenholz und Westenholz Zustimmungen zum Bau des Asphaltwerks bekomme. Darum werde ich auch in diese Ortschaften gehen und Meinungen sammeln. Wenn sie nicht wollen, dann werde ich auch dagegen stimmen.“ Krelingens Ortsvorsteher Karl-Heinz Freitag ist für eine „klare Kante“.

Hodenhagen befürchtet zusätzliche Lkw

„Natürlich freue ich mich, dass mehr als 150 Bürgerinnen und Bürger zu dieser Informationsveranstaltung der Betreiber gekommen sind“, sagte Freitag. „Es ist noch nichts passiert. Der Bauausschuss und der Verwaltungsausschuss haben den weiteren Vorplanungsschritten zugestimmt.“

Ebenfalls bei der Veranstaltung in Krelingen dabei war der Kämmerer der Samtgemeinde Ahlden, Hans-Jürgen Galler. Er hörte genau zu und wird mit diesen Informationen nach Hodenhagen zurückkehren, denn ganz so weit ist der geplante Standort von dort nicht entfernt.

„Wir wollen keine zusätzlichen Lkws in Hodenhagen“, sagte Galler. Und darum werde man als angrenzende Kommune gerade zum aufkommenden Verkehrsproblem Stellung beziehen. Galler: „Bei uns im Gewerbegebiet wäre ein solches Asphaltwerk nicht möglich gewesen.“ Den augenblicklich gefundenen Standort bezeichnete er allerdings als tragbar. „Wir wollen doch auf guten Asphaltstraßen fahren, und dann benötigen wir diese Werke.“

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