Bauausschuss gegen weitere Planungen

Asphaltwerk kommt nicht

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Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Ratssaal, als es um das Projekt „Asphaltwerk für Krelingen“ ging.

Walsrode - Es wird kein Asphaltwerk in der Gemarkung Krelingen geben. Am Montagabend erteilte der Bauausschuss der Stadt Walsrode den Vorplanungen der Stadt eine klare Absage. Mit acht zu drei (CDU-) Stimmen entschied sich der Ausschuss gegen die Anlage. Es war letztendlich ein Erfolg einer sehr engagierten Einwohnerschaft aus Krelingen und Westenholz gegen dieses Vorhaben, in dem die Stadt frühzeitig an die Bürger herangegangen war.

Mit acht zu drei (CDU-) Stimmen entschied sich der Ausschuss gegen die Anlage. Es war letztendlich ein Erfolg einer sehr engagierten Einwohnerschaft aus Krelingen und Westenholz gegen dieses Vorhaben, in dem die Stadt frühzeitig an die Bürger herangegangen war.

Großer Druck aus der Bevölkerung

Der Druck aus der Bevölkerung war groß, es hatte zahlreiche Gegenveranstaltungen bis hin zu Demos gegeben.

Mit Kerzen hatten sich fast 100 Bürger auf dem Rathausplatz versammelt, eine lautlose Demo veranstaltet und kamen dann in den Ratssaal, wo sie die Entscheidung des Ausschusses mit Spannung erwarteten.

Noch einmal ging es um die Planungsgeschichte rund um das Asphaltwerk. Gutachten, zuletzt auch von der Dekra, gingen von nur geringen Belästigungen für die Bevölkerung der beiden Ortschaften aus. Tatsächlich mögliche Staubbelästigungen sollten mit Zusatzgeräten beseitigt werden.

Wirtschaftliche Vorteile aufgezeichnet

Dr. Dieter Herzog, CDU, unterstützte die Anstrengungen des Unternehmens aus Stadthagen, zeichnete die wirtschaftlichen Vorteile auch für die Stadt auf, sprach von 27 neuen Vollerwerbsstellen. „Wir alle benötigen den Asphalt.“ Uta Paschke-Albeshausen, CDU, schloss sich den Ausführungen Herzogs nicht an. „Wir müssen den Willen der Bürger, die uns gewählt haben, respektieren.“ Thorsten Söder, CDU, unterstützte zwar die von wirtschaftlichen Gedanken geprägten Äußerungen Herzogs, gab aber auch dem Willen der Bürger den Vorrang. „Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass manche Äußerung aus dem Lager der Gegner der Anlage seriöser gewesen wäre.“

Ablehnung des Asphaltwerks

SPD-Sprecher Karl-Heinz Freitag lehnte für seine Fraktion das Asphaltwerk ab, und Henning Schmale wies für die Bürgerliste darauf hin, dass sie schon frühzeitig gegen das Werk gewesen seien.

Der Sprecher der Krelinger und Westenholzer Bürgerinitiative, Dieter Heidmann, nach der Sitzung am Telefon: „Das war ein großes Stück gelebte Basisdemokratie. Ich bin sehr zufrieden über die Entscheidung.“

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