Alte Bach-Werke im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage in Walsrode

„Re-Mix.Bach@Scholl“: Klassische Werke neu entdeckt

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Das Ensemble BachSpace.

Walsrode - „Kann man Johann Sebastian Bach heutzutage noch neu entdecken? Ja, wenn er in aufregender Art und Weise mit den künstlerischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts in Beziehung gesetzt wird. Respektvoll und zugleich voller Neugier und Kreativität entführt das Künstlerkollektiv BachSpace am Donnerstag, 27. September, in der Stadtkirche Walsrode in ihr ganz eigenes Bach-Universum“, heißt es in der Pressemitteilung. Zu dem Trio stößt der Countertenor Andreas Scholl. Gemeinsam treten sie mit „Re-Mix.Bach@ Scholl“ im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage auf.

Die Verantwortlichen stellten Künstler und Intention im Gespräch in der Stadtkirche vor. Intendantin Katrin Zagrosek erzählte, dass die Musiktage im September unter dem Thema „Beziehungen“ stehen. Es gehe um Familienbande, Künstler- und Ortsbeziehungen. Eine ganz besondere Beziehung stelle das Recompose dar. Hier bearbeiteten Künstler bereits existierende Musik. Als Beispiel nannte sie das Trio BachSpace. Eine Bach-Sonate für Tasteninstrument und Violine nähmen die Musiker rhythmisch und melodisch auseinander und bearbeiteten das Werk elektronisch, sagte Zagrosek. Meist erklinge die Komposition zu Beginn ganz klassisch und verändere sich immer mehr. „Die Künstler entführen die Zuhörer ein bisschen in eine andere Welt.“ Es erklängen beispielsweise knisternde und pochende Geräusche. „Es ist spannend anzuhören“, fuhr Zagrosek fort. Zudem werde die Kirche komplett ausgeleuchtet.

Sie habe BachSpace gebeten, mit dem Countertenor Andreas Scholl zusammenzuarbeiten. Die Musiker hätten sich zusammengesetzt und ein zweimal 40 Minuten langes Programm entwickelt. Erklingen werden Werke aus Serse und Saul von Georg Friedrich Händel sowie von Johann Sebastian Bach aus dem Weihnachtsoratorium, der Matthäus-Passion und das Konzert in d-Moll. Dazu kommt „Baustelle“ von Tamar Halperin.

Countertenor Andreas Scholl.

BachSpace besteht aus der Pianistin Tamar Halperin, dem Violinisten Etienne Abelin sowie dem Musiker und Audiodesigner Tomek Kolczynski. Aus einzelnen, charakteristischen Sonaten-Fragmenten hat er, unter Zuhilfenahme von elektronischen Verfremdungen, Loops, Filtern und Rhythmen, neue „Meta-Sonaten“ zusammengefügt.

Andreas Scholl gelang es, seine Kopfstimme über den Stimmbruch hinaus zu erhalten. Er wirkte als Opernsänger in verschiedenen Werken Händels mit.

Freuen sich auf das Konzert (v.l., Bild zur vollen Ansicht bitte vergrößern): Markus Grunwald, Martina Fragge (Niedersächsische Sparkassenstiftung), Matthias Schröder, Katrin Zagrosek, Tim Nikelski (KSK), Christina Kaminski (TriBuehne), Kantor Holger Brandt und Karl-Heinrich Hofius (TriBuehne).

Mitveranstalter des Konzerts sind die Kreissparkasse (KSK) Walsrode und der Verein TriBuehne. KSK-Vorstandsvorsitzender Matthias Schröder sagte, dass es darum gehe, die Region zu erreichen. „Die Musiker haben sich etwas Besonderes ausgesucht.“ Es gehe darum, die kulturelle Vielfalt zu fördern. Markus Grunwald, KSK-Pressesprecher und Vorsitzender von TriBuehne, wies darauf hin, dass in der Stadtkirche nur eine begrenzte Anzahl Plätze zur Verfügung stehe.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf zum Preis von 10 bis 25 Euro in allen Filialen der Kreissparkasse Walsrode erhältlich. 

sal

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