Mareike Wulf mit einem beherzten Referat beim CDU-Sommerempfang in Hünzingen

„Als der Brexit kam, bin ich in die Politik eingestiegen“

Kreisvorsitzender Gerd Engel (r.) konnte zahlreiche prominente Gäste begrüßen, unter anderem den Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Torsten Söder, die Europa-Abgeordnete Lena Düpont, Mareike Wulf, Silke Fricke von der Kreisjugendfeuerwehr und Dr. Karl-Ludwig von Danwitz, Landtagsabgeordneter (v.l.). Foto: Müller

Hünzingen – Sie ist eine Newcomerin in der CDU Niedersachsen, 2017 erst so richtig in die Politik eingestiegen, ausgebildete Diplom-Sozialwissenschaftlerin, in Oldenburg geboren, beruflich in Hannover zu Hause – und sie machte es gut bei ihrem Referat vor fast 300 Besuchern des CDU-Sommerempfangs im Hünzinger Forellenhof: Mareike Wulf.

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und zuständig für Bildung und Wirtschaft, befasste sich hauptsächlich mit dem größten Schwerpunkt der CDU im Land, der Digitalisierung. „Wir brauchen sie für unser Land, wir müssen sicherstellen, dass ganz Niedersachsen in den nächsten vier Jahren digital erreichbar ist.“

Kreisvorsitzender Gerd Engel hatte die Veranstaltung eröffnet. „Zum ersten Mal können wir eine Dame als Hauptreferenten begrüßen“, hieß er die 40-Jährige herzlich willkommen. Und die legte gleich los: „Als der Brexit kam, bin ich in die Politik gegangen“, „Die Flüchtlingsfrage hat mich schon immer sehr beschäftigt.“ Und für sie sei ein Trump immer noch unzurechnungsfähig. Klare Worte einer jungen Politikerin, die viel Schwung in die CDU zu bringen scheint.

Die Groko habe leise, aber gute Arbeit geleistet, sagte Mareike Wulf. „Wir sind einfach gut miteinander umgegangen.“ Dabei habe die CDU ihr Hauptthema, die Digitalisierung, mit starken Aktionen durchsetzen können. „Wir werden eine Milliarde Euro für die Digitalisierung in Niedersachsen ausgeben, jeder soll auch im kleinsten Dorf Internet empfangen können.“

Ihre Partei habe auch dafür gesorgt, dass jede Schule digital Unterstützung bekommt. Wichtig sei der nächste Schritt, die digitale Förderung auch für die Lehrkräfte. „Es ist ein so hoch spannendes Thema geworden.“

Wulf verteidigte die Entscheidung der Landesregierung, die Kindergarten-Beiträge für die Eltern abzuschaffen. „Wir unterstützen mit diesem Schritt die Leistungsträger unserer Gesellschaft, unseren Mittelstand.“ Man werde am Ende des Jahres erste Bilanz ziehen und schauen, wie man den Kommunen, die durch zusätzliche Ausgaben in diesem Bereich Probleme bekommen haben, helfen könne.

Die CDU-Politikerin befasste sich auch mit der AfD, die gerade in Ostdeutschland mit zweistelligen Ergebnissen bei den Landtagswahlen in die Parlamente eingezogen ist. „Sie sind gegen Europa. Wir sind stark genug, um uns dagegen als die gesellschaftliche Mitte zur Wehr zu setzen“, rief sie ihre Partei zu noch mehr Geschlossenheit auf.

Torsten Söder, CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, sprach anschließend über aktuelle Kreisthemen. Er nannte das Heidekreis-Klinikum, bei dem die Diskussion mittlerweile versachlicht werden konnte, und wünschte sich von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU Niedersachsen, die Mittel für Kindergärten doch noch mehr in die Verbesserung der Qualität fließen zu lassen. Hier bestehe ein großer Nachholbedarf.

Eine Überraschung gab es an diesem milden Sommerabend für die Jugendfeuerwehr des Heidekreises. Die mehr als 1 000 Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren werden aus dem Erlös einer Sammlung an diesem Abend einen sicherlich kräftigen Scheck erhalten. Silke Fricke, Kreisjugendfeuerwehrwartin, bedankte sich sichtlich erfreut für diese Spende.  mü

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