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Klingbeil zu Alpha-E: Skepsis am Vorgehen der Deutschen Bahn

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Lars Klingbeil (Mitte), hier mit Dorothee Martin und Ulrich Bischoping, fordert, dass Abmachungen zu Alpha-E eingehalten werden.
Will weiterhin auf Dialog setzen: Lars Klingbeil (Mitte), hier mit Dorothee Martin und Ulrich Bischoping, fordert, dass Abmachungen zu Alpha-E eingehalten werden. © Team Klingbeil

Das Schienenprojekt Alpha-E hat eine große Bedeutung für die Region. Mit den Menschen im Gespräch bleiben will Lars Klingbeil: „Der Konsens darf nicht verloren gehen“

Heidekreis – Eine finale Entscheidung über eine Vorzugsvariante des Schienen-Ausbau-Projektes Alpha-E steht bis heute aus. Eine Trasse entlang der A7 ist noch nicht vom Tisch. Der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil mahnt, dass die Sichtweisen aus den betroffenen Regionen, zu denen auch der Heidekreis gehört, nicht ignoriert werden dürfen.

Alpha-E: Eine Trasse entlang der A7 ist noch nicht vom Tisch

Klingbeil hat gemeinsam mit der neuen verkehrspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion des Bundestages Dorothee Martin, dem Leiter Großprojekte Norddeutschland der Deutschen Bahn Frank Limprecht und dem ehemaligen Konzernbevollmächtigten für Niedersachsen und Bremen Ulrich Bischoping sowie mit Politikern und Bürgerinitiativen aus dem Heidekreis und Landkreis Rotenburg zum Bahnprojekt beraten. Klingbeil machte seine Erwartung an die Deutsche Bahn und auch das Bundesverkehrsministerium deutlich: „Der durch das Dialogforum entstandene Konsens zum Ausbau der Alpha-E Strecke darf nicht verloren gehen.“, heißt es in einer Pressemitteilung des Abgeordneten.

Alpha-E habe eine große Bedeutung für die Region und begleite Klingbeil schon seit vielen Jahren bei seiner Arbeit, so der 44-Jährige. Bei den Planungen rund um den Ausbau der Schienenwege von den Häfen nach Süden ist dem Bundestagsabgeordneten vor allem der Dialog wichtig: „Für mich gilt, den Dialog weiterzuführen und dafür alle zusammenzuholen. Ich freue mich darüber, dass meine Bundestagskollegin Dorothee Martin zu uns gekommen ist, um sich die Sichtweisen unserer Region anzuhören.“ Der Bundestagsabgeordnete betonte bei der Veranstaltung erneut seine Haltung zum Schienenausbauprojekt: „Hier in unserer Region gibt es fraktionsübergreifend einen Konsens über den Ausbau der Schienenwege in Norddeutschland: Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger darf nicht in Schieflage geraten, weil nun plötzlich andere Optionen als die Ergebnisse des Dialogforums Schiene Nord ins Spiel gebracht werden. Bei einem so groß angelegten Infrastrukturprojekt ist es auch enorm wichtig, dass innerhalb der Bevölkerung eine große Akzeptanz für das Projekt besteht.“

Alpah-E: Wichtig, dass innerhalb der Bevölkerung eine große Akzeptanz besteht.

Zu Beginn der Veranstaltung stellten Frank Limprecht, Ulrich Bischoping und Dorothee Martin den Prozess der Planungen des Schienenausbauprojekts vor und machten deutlich, dass noch keine Entscheidung über eine Vorzugsvariante getroffen sei. Derzeit plane die Deutsche Bahn drei Varianten der Trassenverläufe: den Ausbau von Bestandsstrecken, den bestandsnahen Ausbau mit Ortsumfahrung sowie die Möglichkeit einer Trasse entlang der A7. Die Beteiligten betonten, dass bei dem Prozess alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden müssten, um Planungen rechtssicher durchzuführen. Bis November 2022 sollen die endgültigen Ergebnisse vorliegen, die man in intensiven Dialogen mit den Kommunen besprechen wolle.

Heidekreis und Landkreis Rotenburg: Mangelndes Vertrauen in den Prozess

Politiker des Heidekreises und des Landkreises Rotenburgs betonten im Gespräch das mangelnde Vertrauen in den aktuellen Prozess. Aufgrund der bisherigen Kommunikation sei der Eindruck entstanden, dass die Deutsche Bahn bereits eine Vorzugsvariante entlang der A7 hätte. Es wurde zudem angemerkt, dass neue Trassenverläufe die Wertigkeit der ländlichen Region zerschneiden würde. Das Dialogforum habe nach jahrzehntelangem Streit über die Trassenverläufe eine Möglichkeit geschaffen, um zügig bei der Erhöhung von Kapazität für den Güterverkehr voranzukommen. Der Konsens, der durch diese Art der Bürgerbeteiligung entstanden sei, dürfe nicht verloren gehen.

Klingbeil: Die Transparenz der verschiedenen Verfahren ist wichtig

Klingbeil macht seine Haltung deutlich: „Die Transparenz der verschiedenen Verfahren ist wichtig. Dennoch müssen sich die Menschen aus unserer Region auf Verabredungen verlassen können. Ich werde mich in Berlin weiter dafür stark machen, dass die Bestandsstrecken in unserer Region ausgebaut werden. Die Argumente für Alpha-E überzeugen mich weiterhin. Am Ende liegt die Entscheidung beim Deutschen Bundestag.“

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