Stadt stellt neue Messergebnisse vor

A27-Park: Keine zusätzlichen Lärmbelästigungen

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Das Feuerwehrgerätehaus in Benzen war bei der Informationsveranstaltung gut gefüllt. 

Benzen - Volles Haus im Feuerwehrgerätehaus in Benzen. Heißes Thema war die Erweiterung des A27-Parks. Bürger stellten zahlreiche kritische Fragen. So zeigten sich die Anwohner des Walsroder Tannenweges besorgt über möglicherweise 30 Meter hohe Gebäude im neuen Gewerbegebiet nahe der Autobahn.

„Wir bieten für jeden Einwohner Informationsgespräche an“, sagte der Erste Stadtrat André Reutzel. Er informierte gemeinsam mit Stadtplanungschef Michael Süßmann über Flächennutzungsplan und Bauleitplanung. „Wichtigste Änderung ist, dass wir die Baumfläche mit dem historischen Stein (Ruensteen, eine alte Thingstätte) nahe der Autobahn herausgenommen haben aus der Planung.“ Ursprünglich sollte der kleine Wald abgeholzt werden. „Wir werden hier auch den Rad- und Wanderweg erhalten.“

Zurzeit werde eine Biotopkartierung der geplanten Erweiterungsfläche vorgenommen. Wenn alles gut geht, wenn die Politik mitzieht und wenn auch eine zweite Bürgerbeteiligung reibungslos abläuft, könnte die Erweiterung 2018 starten. Reutzel: „Wir haben eine Bauhöhe von bis zu 30 Metern vorgesehen, so wie es auch im ersten Bauabschnitt zulässig war (Home24 erreicht circa 14 Meter). Anfragen mit entsprechenden Bauhöhen lägen allerdings noch nicht vor, so Reutzel.

Architektin Saskia Fienemann aus Hannover präsentierte Visualisierungen der Fläche. Anlieger des Tannenwegs könnten nach ihrer Einschätzung neue Gebäude, die etwa 900 Meter entfernt lägen, nicht sehen. Das gelte auch für viele andere Bereiche Benzens. Trotzdem einigten sich städtische Vertreter und Einwohner darauf, weitere höhergelegene Punkte des Dorfes in eine Visualisierung einzubeziehen.

Pit Reitmoser von der Dekra hatte neue Daten zur Lärmbelastung mitgebracht. Diese sei für die Bereiche des Bebauungsgebietes Bismarckring kaum wahrzunehmen. „Ich schließe hier eine zusätzliche Lärmbelastung für die Anwohner aus.“

Es ging aber auch um andere Dinge, zum Beispiel darum, dass „Home24“ die Rundumbeleuchtung nachts dezimieren könnte. „Das Licht scheint bis in den Ort hinein.“ Auch das soll bei Planungsgesprächen berücksichtigt werden. Was das bestehende Wasserschutzgebiet angeht, ständen sie in engen Gesprächen mit den Stadtwerken, so Reutzel. - mü

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