Walsrode erlebt sein erstes Autokino / Spezieller Gottesdienst am Pfingstmontag

2 600 Besucher in 1 000 Fahrzeugen

Als Erfolg bezeichneten die Macher das erste Autokino in Walsrode. Fast 2600 Besucher in 1000 Fahrzeugen kamen zu den Vorführungen.

Walsrode-Hünzingen – Als auf der riesigen LED-Wand mitten auf einer Wiese am Forellenhof Hünzingen der Film „König der Löwen“ gezeigt wurde, gibt es nur noch strahlende Gesichter bei den mehr als 100 Zuschauern, die den Streifen in ihren Fahrzeugen, akkurat mit Sicherheitsabstand aufgestellt, sahen. Über die UKW-Frequenz 92,8 konnten sie alle den Film hören. Es klappte vieles am Premierentag vom Autokino in Walsrode.

Stadtsprecher Klaus Bieker half sogar mit einem kleinen Küchenradio aus, als es einmal nicht lief, arbeitete als Platzanweiser für die Fahrzeuge und löste schnell alle Problemchen. „Ja, die Toiletten sind im Hotel. Bitte nur mit einer Mund- und Nasenmaske hingehen.“

Günther Scheele, einer der Hauptinitiatoren des Autokinos in Walsrode, zog am Abend eine erste, noch vorsichtige Bilanz: „Ich bin mit dem Verkauf der Karten zufrieden. Gestern sind kurzfristig noch einmal 120 dazugekommen.“

„Hätte ich nicht gedacht,“ sagte Bieker, „Mann der ersten Stunde“ für diese Veranstaltung, die nicht ganz günstig für die Veranstalter war, aber für die Besucher, ob jung oder alt, ein Riesenevent. Michael Irrgang aus Leipzig, Projektleiter und für die imposante Technik verantwortlich, sagte es so: „Die Leute sind nach dem Film mit einem Lächeln nach Hause gegangen.“

Viele Besucher kamen aus Walsrode und der näheren Umgebung, aber auch aus Verden oder Hannover. Dazu kamen Gäste, die ihren ersten Urlaub seit längerer Zeit im Heidekreis verbringen. „Eine schöne Idee“, sagte der Familienvater aus Posthausen, der mit seiner Frau und seinem Sohn gekommen war. „Der Film ist ab sechs Jahren. Das passt bestimmt.“

Popcorn konnten sich die Besucher am Eingang, beim Drive-in, besorgen. Das Team des Forellenhofes hatte kleine Snacks vorbereitet, Getränke, etwas zum Essen und eine nette Überraschung dazu.

„Uns hat es sehr gefallen,“ sagte später der Posthausener, der sicherlich zu einer nächsten Veranstaltung dieser Art nach Walsrode kommen würde.

Mit seinem Oldtimer war ein Pärchen aus Walsrode auf die frisch gemähte Wiese gekommen und hatte sich einen guten Standort ausgesucht. „Wir gehen eigentlich immer ins Kino“, erzählten die beiden. Das Ganze sei ein echter Höhepunkt. „Wir haben einfach Spaß daran.“

Michael Irrgang zeigte hinter den Kulissen die umfangreiche Technik, die zur 50 Quadratmeter großen Leinwand gehört. Acht Meter hoch ist der Mast, der die Leinwand hält. Die strahlende Sonne störte nicht.

Es lief alles fast perfekt. Die Veranstalter und ein großes Helferteam und die Kirche freuten sich über das Ergebnis: Fast 2 600 Besucher in über 1 000 Fahrzeugen kamen zu den Vorführungen. „Alles lief sehr gut ab, auch die Abfahrt der Autos nach den Filmen, selbst als der Sonntagabend ausgebucht war“, berichtete Bieker.

Während das Kinoprogramm auch viele Kinder und Jugendliche begeisterte, lag am Montagmorgen eher eine besinnliche Stimmung über dem Gelände. Die vier Kirchen des Kirchenkreises hatten zum ersten ökumenischen Auto-Gottesdienst eingeladen. Fast 100 Fahrzeuge standen vor der Leinwand, besetzt mit geschätzt 150 Personen. Sie zeigten sich beeindruckt von der besonderen Stimmung dieses Vormittags.

Die Bürgermeisterin hatte ein Grußwort übermittelt, Pastorin Mirja Rohr und Superintendent Ottomar Fricke von der evangelischen Kirche, Pfarrer Norbert Mauerhof von der katholischen Kirche, Antonia Brandt von der Freikirchlichen Gemeinde Walsrode und Markus Halst von der Auferstehungsgemeinde Uetzingen hielten kurze Predigtansprachen. Musikalisch umrahmt wurde der besondere Gottesdienst vom Posaunenchor Walsrode.  mü

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