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Gesamtklinikum im Heidekreis: 195 Millionen Euro für den Neubau

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Grafik mit modernen Gebäuden, einem Platz und Bäumen.
So soll das Gesamtklinikum für den Heidekreis einmal aussehen. © Planungsbüro

Die Fördersumme von 195 Millionen Euro hat der Krankenhausplanungsausschuss des Landes am Mittwoch für die Förderung des Neubaus des Gesamtklinikums im Heidekreis beschlossen. Vertreter des Heidekreis-Klinikums und Politik zeigten sich angesichts der Summe erfreut. Am 12. Juli muss der Kreistag entscheiden, ob der Landkreis den Restbetrag von 46 Millionen Euro aufbringen kann und will.

Heidekreis – Der Krankenhausplanungsausschuss, der am Montag zusammenkam, hat beschlossen, dass der Neubau des Gesamtklinikums im Heidekreis mit einer Summe von 195 Millionen Euro gefördert werden soll. Zwar hatte der Landtagsabgeordnete Sebastian Zinke, SPD, schon vor Pfingsten mitgeteilt, dass die Fördersumme wohl so hoch ausfallen würde (wir berichteten), doch nun liegt die offizielle Zusage vor.

Landrat Jens Grote, Aufsichtsratsvorsitzender des Heidekreis-Klinikums (HKK), freut sich in einer Pressemitteilung des HKK über die Höhe der Summe und wird wie folgt zitiert: „Das gesamte Team des Heidekreis-Klinikums, all die vielen Mitarbeitenden, die sich in diesem Projekt bisher engagiert und mit viel Herzblut eingebracht haben, um ein neues Klinikum – für die Bürgerinnen und Bürger des Heidekreises, aber auch für die Mitarbeitenden des Klinikums – zu bauen, haben eine großartige Teamleistung erbracht. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle sehr, sehr herzlich.“

Auch Dr. Achim Rogge, Geschäftsführer des HKK, freut sich „dass sich der große Einsatz von uns allen im Team HKK nun sprichwörtlich so bezahlt gemacht hat. Wir alle haben immer an dieses zukunftsweisende Projekt geglaubt, wir haben uns nicht beirren lassen und versucht, mit Fakten, die selbstverständlich auch in Teilen durchaus berechtigten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger auflösen zu können.“ Zudem hebt Rogge die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) hervor: „Ich möchte mich bei Baudirektorin Frau Meyer-Pfeffermann und ihrem gesamten Team bedanken. Wir wussten es stets sehr zu schätzen, dass sich das NLBL seit Mai 2021 immer Zeit für ausführliche Gespräche, Beratungen und Abstimmungen für unser Neubauprojekt Gesamtklinikum genommen hat und hoffen, diese gute Zusammenarbeit nun weiterhin fortführen zu können.“

Wie geht es nun weiter im Bauprojekt Gesamtklinikum? „Auf planerischer Seite“, so Geschäftsführer Rogge, „befinden wir uns momentan in Planungsphase drei, der sogenannten Entwurfsplanung. Das heißt, wir arbeiten mit unseren Fachplanern, unserem großartigen Architektenteam von Schweitzer und Partner und der Firma Archimeda, unseren hervorragenden Projektsteuerern an der Erstellung einer Detailplanung für das Gebäude. Wir planen also momentan Räumlichkeiten inklusive Ausstattung mit Möblierung und Technik.“ Nahtlos daran schließe sich die Baugenehmigungsphase an, sodass „am Ende dieses Planungsschrittes der Antrag auf Baugenehmigung der Stadt Bad Fallingbostel übergeben wird.“

Bevor aber ein Antrag auf Baugenehmigung abgegeben wird, gibt es einen wichtigen Termin. Landrat Jens Grote: „Der Kreistag wird am Dienstag, 12. Juli, zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreffen und die Entscheidung treffen, ob der Landkreis den fehlenden Restbetrag von 46 Millionen Euro aufbringen wird, damit der Bau des Gesamtklinikums beginnen kann.“ Sowohl Grote, als auch Geschäftsführer Rogge sehen den Bau mit der hohen Fördersumme von 195 Millionen Euro als einmalige Chance, die sich der Heidekreis, im Sinne von guter und zukunftsfähiger medizinischer Versorgung der Bürger, nicht entgehen lassen dürfe.

Ein Neubau verbessere die Wirtschaftlichkeit des Heidekreis-Klinikums, mache einen weiteren Abbau des Defizits möglich, da zum Beispiel Kosten für aufwändige und sehr teuere Instandhaltungsmaßnahmen, aber auch Energiekosten im neuen Gebäude eingespart werden würden. Es sei eine einmalige Chance, so Grote und Rogge abschließend, „diesen Landkreis in medizinischer und pflegerischer Hinsicht zukunftsfähig aufzustellen.“

Die Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper, CDU, und Sebastian Zinke, SPD, freuen sich über die Entscheidung. „Mit den Landesmitteln aus dem Strukturfonds II kann der Neubau ermöglicht und die medizinische Versorgung im Heidekreis nachhaltig verbessert werden“, so Pieper.

Zinke: „Die Fördersumme ist grandios und das Ergebnis hartnäckiger politischer Arbeit und den immensen Anstrengungen aller an den Planungen beteiligter Menschen.“  sal

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