Walsroder Fachmarktzentrum sucht weiterhin Mieter für Geschäftsflächen

Unmut über viele Leerstände

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Nur leere Schaufenster finden sich im Gebäudeteil an der Langen Straße. ·

Walsrode - Bei der Vorstellung der Baupläne und der Eröffnung des neuen Walsroder Fachmarktzentrums wurde viel versprochen. Da war von einem Magneten für neue Käuferströme, von Anker-Mietern die Rede, die viele kleine Geschäfte anlocken würden. Zurzeit hört man solche Wortenicht mehr.

Reinhard Mussehl, Projektentwicklung Retail bei der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft Hamburg (HBB), ist angesichts der vielen Leerstände in den Gebäudekomplexen an der Moorstraße und an der Langen Straße unzufrieden. „Wir bemühen uns um eine Vermietung und führen derzeit intensive Mietergespräche. Ziel war und ist es, einen attraktiven Mieterbesatz in Walsrode zu etablieren, der die bestehende Einzelhandelsstruktur sinnvoll ergänzt.“ Interessenten seien vorhanden, man sei auch in Verhandlungen, könne aber noch keine Namen nennen. Solche Sätze gab es allerdings schon bei der offiziellen Eröffnung im vergangenen Jahr zu hören.

Auch bei einigen Politikern wächst der Unmut über die freien Flächen. So zeigte sich der Fraktions chef der SPD im Walsroder Rat, Hans-Henning Meyer, unzufrieden und enttäuscht. Nach den vollmundigen Ankündigungen habe er mehr erwartet, auch bezüglich der Gestaltung der Parkflächen zu einem attraktiven Platz. Hinzu komme, dass es im näheren Umfeld (alter Netto-Markt, Mode-Wehrs und andere) weitere Leerstände gebe, sagte Meyer.

Hierfür sei sein Unternehmen nicht verantwortlich, lässt Mussehl mitteilen. Sie hätten anfangs lediglich angeboten, einige leer stehende Geschäfte im Umfeld mitzuentwickeln. Zu solchen Vereinbarungen sei es nicht gekommen. Mussehl: „Grundsätzlich sind wir gerne bereit, mit Eigentümern und auch dem Stadtmarketing zusammenzuarbeiten.“

Eine Nachfrage beim Vorsitzenden des Walsroder Stadtmarketing, Reinhard Plötz, ergab, dass HBB bisher noch nicht um eine Kooperation mit dem Stadtmarketing gebeten habe. Vor ein paar Tagen habe es ein Informationsgespräch zwischen dem City-Manager Thomas Gross und HBB gegeben. Den Inhalt kenne er noch nicht.

Der großflächige Leerstand sei nicht gerade Werbung für Walsrode als Einkaufsstadt, erklärte Plötz. Da habe sich wohl anfangs jemand zu weit aus dem Fenster gelehnt. Aber, so der Stadtmarketing-Vorsitzende, die Alternative wäre wohl eine hässliche Bauruine in der Innenstadt an exponierter Stelle gewesen. Er bemängelte allerdings die jetzige „Schlichtheit“ der Flächen. Er habe sich einen baulich schön gestalteten Platz gewünscht, und hoffe, dass sich bei der Vermarktung bald noch etwas tue. · hf

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