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Bisher unentdecktes Hügelgrab in der Eibia bei Benefeld aufgebuddelt

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Von: Klaus Müller

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Es waren wohl Kinder, die in der Eibia ein bisher noch nicht entdecktes Hügelgrab geöffnet haben. Ortsvorsteher Wolfgang Welz warnt, dass solche Spiele gefährlich ausgehen können.
Es waren wohl Kinder, die in der Eibia ein bisher noch nicht entdecktes Hügelgrab geöffnet haben. Ortsvorsteher Wolfgang Welz warnt, dass solche Spiele gefährlich ausgehen können. © Müller

Das kann böse ausgehen. Wolfgang Welz, Benefelder Ortsvorsteher, stand kürzlich vor einem tiefen Loch in einem Wald nahe des Sportplatzes. Seine Vermutung: Dort waren Kinder am Werk, die vielleicht auf Schatzsuche waren und dabei eines der vielen Bronzezeitgräber geöffnet haben. Ein sehr gefährliches Unterfangen, wie Welz betont. Nicht auszudenken, wenn ein Kind in solch einem Loch verschüttet wird.

Benefeld – In der Eibia bei Benefeld gibt es wunderschöne Wanderwege, vier sind auf einer großen Karte ausgewiesen. Und es gibt einen Trampelpfad in einen Fichtenwald, der von Jung und Alt benutzt wird. Dort haben vermutlich Kinder Höhlen aus Holz gebaut und ein tiefes Loch gegraben. „Das ist sehr gefährlich und Eltern sollten ihre Kinder darauf aufmerksam machen“, warnt Wolfgang Welz, der sowohl die Stadt als auch die Denkmalpflege eingeschaltet hat.

Müll ist ein weiteres Problem in der Eibia

Der Ortsvorsteher will versuchen, das Loch wieder mit Erde zu füllen – auch wenn er derzeit noch nicht weiß, wo er die herbekommen soll. Zudem will Welz künftig noch stärker darauf achten, um derartige Buddelaktionen zu verhindern. Außerdem bittet er die Bevölkerung um Mithilfe. „Wer etwas beobachtet, sollte mich umgehend informieren“, so Welz.

Ein weiteres Problem an diesem schönen Fleckchen Erde ist der Unrat, den die Menschen dort hinterlassen. Jede Woche holt der Ortsvorsteher Müll aus dem Wald, vor allem Zigarettenkippen.

Auf den Heideflächen mit den Hügelgräbern haben Schüler in einer gemeinsamen Aktion entkusselt. Und die mittlerweile ausgereifte Heide soll im Rahmen einer Art Übung der Feuerwehr einmal abgebrannt werden, um sich dann wieder neu entwickeln zu können.

„Wir können hier so ein schönes Fleckchen Naherholungsziel herstellen, wenn jeder nur mitziehen würde. Wenn vor allem auch der Müll wieder mit nach Hause genommen werden würde“, so Wolfgang Welz.

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