KSK Walsrode: Fassade und neues Energiekonzept für zwei Millionen Euro

Umbau nach 100 Jahren

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Vor Beginn der Bauarbeiten.

Walsrode - Die Hauptstelle der Kreissparkasse in Walsrode erhält für rund zwei Millionen Euro eine neue, moderne Fassade und ein neues Energiekonzept. Gestern stellten Vorstand und Planer das Vorhaben vor.

Ernst-Otto Bahr, Silke Lorenz, Jürgen Niemeyer, Tim Nikelski, KSK-Vorstandsmitglied, und Stefan Stromann (von links). ·

Eigentlich hätte zur Feier des Jubiläums alles fertig sein sollen, sagte der Vorstandsvorsitzende Ernst-Otto Bahr. Allerdings hätte die Erteilung der Baugenehmigung länger gedauert als gedacht.

100 Jahre ist das Gebäude an der Moorstraße alt. Zeit für einen Umbau. Die Modernisierung umfasst neben der nach außen hin sichtbaren Erneuerung der Fassade die der Fenster und des Daches. Im Inneren werden der Aufenthaltsraum für Mitarbeiter und die Sanitäranlagen auf den neuesten Stand gebracht. Diese seien zum Teil 40 Jahre alt, berichtete Bahr. „Dass es im Inneren so schlimm aussah, war mir vorher nicht bewusst.“ Das Dach sei beispielsweise mit Lehm und Stroh isoliert gewesen.

„Wir können als öffentliches Institut nicht als Energieverschwender dastehen“, nannte Bahr einen Grund für die Modernisierung. Privatleute renovierten ihre Gebäude schließlich auch.

Bei der Wärmedämmung von außen hätte es sich angeboten, das Ortsbild zu verschönern. „Wir haben den Vorbau des Ursprungsgebäudes nach oben hin wieder aufgenommen“, berichtete Jürgen Niemeyer von der Planungsgruppe Niemeyer aus Walsrode. Geschlossen werden soll die Unterführung des Fußgängerwegs an der Ecke Kirchplatz. „Wir gehen an die historische Gebäudegrenze heran.“

„Optisch sollen die ursprünglichen Gebäude erkennbar bleiben“, erläuterte Bahr. Die Fassade sei den historischen Parzellierungen nachempfunden. Das sei mit der Denkmalpflege abgestimmt, ergänzte Niemeyer.

Die KSK vor 100 Jahren.

Das Blockheizkraftwerk (BHKW) wird mit Erdgas Elektrizität erzeugen, und zwar so viel, dass die Sparkasse den Großteil des eigenen Energiebedarfs selbst produzieren kann. Die bei der Stromproduktion anfallende Wärme werde im Winter zum Heizen und im Sommer zum Kühlen des Gebäudes genutzt, erklärte Bahr. Überschüssiger Strom soll in das örtliche Stromnetz eingespeist werden. Laut Stefan Stromann, Energieberater des Planungsbüros Junkert aus Walsrode, werde die jährliche Kohlendioxid-Emission um ein Drittel reduziert, das entspreche 90 Tonnen. Ausgangspunkt für die Entscheidung, ein BHKW zu nutzen, sei die Sicherung des Notstrombetriebs gewesen, erklärte Bahr. Bereits im März, spätestens jedoch im Sommer, soll das BHKW in Betrieb genommen werden. Es kostet samt Lüftungs- und Absorptionsanlagen über 800 000 Euro.

Bei der Vergabe der Gewerke hat die Sparkasse, soweit möglich, Firmen vor Ort beauftragt.

Die Walsroder Bürgermeisterin Silke Lorenz freut sich auf die Verschönerung des Stadtbildes und ist überzeugt, „dass das neue Energiekonzept der richtige Weg in die Zukunft ist.“ · sal

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