Jahresabschluss des Heidekreis-Klinikums vorgestellt

Ein Überschuss von 733 768 Euro

Peter Lehmann, Norbert Jurczyk und Dr. Karl-Ludwig von Danwitz (v.l.).

Soltau - (sal) · Mit einem positiven Jahresergebnis wurde das Geschäftsjahr 2009 der Heidekreis-Klinikum GmbH abgeschlossen. Bei einer Bilanzsumme von 99,9 Millionen Euro konnte ein Überschuss von 733 768 Euro erwirtschaftet werden.

Gegenüber dem Vorjahr gab es eine Ergebnissteigerung von 1,2 Millionen Euro. Es wurden Umsatzerlöse in Höhe von 52,8 Millionen Euro (plus 7,7 Prozent) realisiert. Insgesamt wurden 19 200 Patienten stationär versorgt.

Die Gesellschafterversammlung hatte am 24. September den Jahresabschluss festgestellt. Als Prüfer wurde die PWC PricewaterhouseCoopers AG eingesetzt. Gestern stellten die Geschäftsführer des Klinikums, Norbert Jurczyk und Peter Lehmann, sowie der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Karl-Ludwig von Danwitz der Presse die Zahlen vor.

Die positive Entwicklung sei insbesondere durch gestiegene Patientenzahlen und schwerere Erkrankungen begründet, erläuterte Lehmann. Dazu beigetragen hätte der von 2785 Euro (2008) um über 80 Euro auf 2865,28 Euro (2009) gestiegene Landesbasisfallwert. Im Gegensatz zu 2008 sei 2009 ein Vergütungsanteil für die Tarifentwicklung der Personalkosten enthalten gewesen, so Lehmann. Aus diesem Grund dürfe das Ergebnis für 2009 nicht überbewertet werden.

Es hätte sich um das letzte Jahr der 2003 begonnen Konvergenzphase zur Einführung des Fallpauschalensystems gehandelt. Die haus individuellen Basisfallwerte wurden auf den einheitlichen Landesbasisfallwert umgestellt. Für die Krankenhäuser Soltau und Walsrode war damit 2009 ein Abschlag vom landesweiten Basisfallwert in Höhe von minus 42,96 Euro beziehungsweise minus 3,38 Euro pro Fall verbunden.

Positiv zum Ergebnis beigetragen hätte die fast 100-prozentige Auslastung der Psychiatrie. Außerdem nannte er die nicht pflegesatzrelevanten Bereiche, darunter Küche, Vermietungen und Verpachtungen. „Gute medizinische Leistungen und hohe Qualität sind nicht ohne motiviertes Personal möglich.“ Das Heidekreis-Klinikum beschäftige rund 1100 Mitarbeiter. Lehmann sagte, dass zunehmend stationäre Leistungen durch ambulante Operationen ersetzt werden müssten. „Die sind noch nicht drin“, erklärte er im Hinblick auf den Abschluss.

Lehmann sprach ein geplantes „Gesetz zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung“ an. Im Entwurf sei für die 2011 und 2012 die Obergrenze für die Veränderung des Basisfallwertes jeweils auf die halbierte Veränderungsrate begrenzt. Tarif- und Sachkostensteigerungen von zwei bis drei Prozent stehe eine Erlössteigerung von 0,575 Prozent gegenüber. „Die Krankenhäuser sind weiter gezwungen zu sparen oder ihre Leistungen auszuweiten.“ Für 2010 erwarte man mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis. Aber nicht viel mehr. Der Landesbasisfallwert werde 2909,23 Euro betragen.

Er sehe die Gefahr eines Fachkräftemangels. Durchschnittlich könnten zehn von 100 Arztstellen im Heidekreis-Klinikum nicht mit festen Mitarbeitern besetzt werden. Die Honorarkräfte verursachten hohe Kosten.

Im Januar werde, so Lehmann, bekannt gegeben, wie die Neustrukturierung des Klinikums aussehen werde.

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