Heinrich-Christoph-Londy-HS/RS entlässt ihre Absolventen / „Positive Bilanz“

Stürmischer Beifall für den Soundtrack des Schülerlebens

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Rektor Ulrich Förster zeichnete die vier Klassenbesten aus (v.l.): Sonja Oltmanns, Darleen Jobber, Maite Göbbert und Anna Kaminski. ·

Rethem - Von A wie Arbeit bis Z wie Zeugnis ackert man im Laufe seines Schülerlebens das komplette Alphabet gleich mehrfach durch. Die Schulsprecherinnen Melissa Eickhoff und Lea Krenz beließen es gestern, bei der Entlassungsfeier an der Heinrich-Christoph-Londy-Schule, aber bei einer Aufzählung, als sie an die vergangenen sechs Jahre erinnerten. Schließlich wollten auch noch viele andere den Absolventen 2012 etwas mit auf den Weg geben. Allen voran Rektor Ulrich Förster.

Noch ganz unter dem Einfluss des verlorenen EM-Finales tröstete er vor allem die Jugendlichen, die sich ihren Schulabschluss vielleicht besser gewünscht hätten. „Nie ist die Chance, die man gehabt hat, die letzte“, sagte er und zitierte Trainer-Legende Sepp Herberger: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“

29 Hauptschul-Abschlüsse, 25 Mittlere Reifen und 19 erweiterte Realschul-Abschlüsse wiesen die Zeugnisse aus, die die vier Klassenlehrerinnen, Marion Büchtmann, Dr. Kirsten Sundlowski, Christiane Schmid und Nicole Purnhagen, am Ende der knapp zweistündigen Veranstaltung verteilten. Als Klassenbeste wurden Sonja Oltmanns (9a), Darleen Jobber (10a), Maite Göbbert (10c) sowie Anna Kaminski (10d) ausgezeichnet.

Alles in allem sei dies doch eine positive Bilanz, freute sich Rektor Förster. „Und die feiern wir heute“, machte er Platz für die weiteren Gratulanten. Die wiederum bildeten einen munteren Reigen mit allerlei musikalischen Darbietungen. Die Hip-Hop-AG trug mit einer Choreografie von Susanne Al-Kaledi ebenso zum Gelingen der Feier bei wie die Schülerband unter der Leitung von Guntram Rösner und Roland Wolter. In wechselnder Besetzung hatten die Kinder und Jugendlichen gleich vier Stücke einstudiert.

Samtgemeindebürgermeister Cord-Brün Voige und Dieter Moll als stellvertretender Bürgermeister von Rethem sprachen den Jugendlichen vor allem Mut zu, eingetretene Pfade zu verlassen und Neues zu probieren. Wenn es nicht stets neugierige Männer und Frauen gegeben hätte, würde die Menschheit bis heute aus Jägern und Sammlern bestehen, sagte Voige und verwies auf den rasanten technischen Wandel allein in den vergangenen 16 Jahren: „Nehmt diese Entwicklung mal vier, dann wisst ihr, was euch bis zum Eintritt in die Rente noch erwartet.“

Tränen der Rührung kullerten Elternvertreterin Doris Biewig über die Wangen. „Ihr habt das toll gemacht“, lobte sie die Schulabgänger und verabschiedete sie mit einem herzlichen „Macht‘s gut – und macht‘s richtig.“

Das letzte Wort hatten dann die vier Klassenlehrerinnen. Bevor sie die Zeugnisse übergaben, ließen sie die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren. Für jede Situation hatten sie das passende Lied herausgesucht und ernteten dafür von den Schülern stürmischen Beifall.

Rolf Zuckowski „Im Kindergarten“ kam ebenso zu Ehren wie „Du kannst noch nicht mal richtig lügen“ von Andrea Berg, laut Nicole Purnhagen gedacht als Stellvertreter für manch „abenteuerliche Rechtfertigung für vergessene Hausaufgaben“. Wolle Petri untermalte mit „Wahnsinn“ den „Höllentrip namens Prüfungen“. Milva freute sich danach: „Hurra, wir leben noch.“

Die Toten Hosen mit „Tage wie diese“ und Vicky Leandros mit „Ich liebe das Leben“ lieferten den Soundtrack für den gestrigen Vormittag, auf den am Abend ein Abschlussball mit vielen weiteren Hymnen folgte. · kp

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