Konzept für medizinische Versorgung gefordert

Parteitag der CDU Heidekreis: Ziel ist Steigerung der Attraktivität

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Im Gespräch: Achim Rogge und Gudrun Pieper. 

Neuenkirchen – Der Parteitag der CDU Heidekreis stand im Zeichen inhaltlicher Arbeit. Neben einigen Sachanträgen legten die Christdemokraten ihre Positionen in den Fragen des Gesundheitskonzeptes, der Europapolitik und der FFH-Schutzgebiete fest. In Arbeitsforen erörterten die Parteimitglieder nach Eingangsreferaten von Fachleuten die Kernpunkte.

Der neue Geschäftsführer des Heideklinikums, Dr. Achim Rogge, war zu Gast, um das Konzept der medizinischen Versorgung für den Heidekreis vorzustellen beziehungsweise zu diskutieren. Dabei flossen seine Erfahrungen bei Klinikumstrukturierungen in Nordrhein-Westfalen mit ein. Die Teilnehmer verfolgten das Ganze mit Interesse. Man wolle das Rad nicht neu erfinden, sagte ein Mitglied.

Ein ganzheitliches Konzept für die medizinische Versorgung des Heidekreises forderte vehement die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper. „Es darf so ein Konzept nicht vorher kaputtgeredet werden, nur weil politische Mitbewerber vielleicht andere Ziele verfolgen.“ Ein neues Klinikum wäre immer nur Teil des Konzeptes, weil genügend Landärzte für den Heidekreis gefunden werden müssten. „Wie wollen wir den einen jungen Hausarzt oder Assistenzarzt dafür gewinnen, zu uns in den Heidekreis zu kommen? Da gehören das Bildungsangebot und die Kinderbetreuung für dessen Familie vor Ort dazu“, so Pieper. Für Fachärzte müssten genauso attraktive Bedingungen geschaffen werden, auch mit neuen Ideen. „In einer hitzköpfigen Diskussion alles im Vorfeld schlecht zu reden, bringt uns nicht weiter. Deswegen steht die Heidekreis-CDU für ein vernünftiges Konzept der medizinischen Versorgung im gesamten Heidekreis von Munster bis Rethem“, so Pieper.

Außerdem beschlossen die Teilnehmer zum Thema Wolf, dass der Schutzstatus der heimischen Population erfüllt sei und der Bestand aktiv reguliert werden müsse.

Weiter sprach sich der Kreisverband für eine Resolution zum Thema Erdgasbohrungen im Heidekreis aus. Die CDU fordert die zuständigen Instanzen auf, Schäden von Menschen, Tieren und Umwelt, Lebensraum und Wirtschaftsraum abzuwenden, weil die Erfahrung in den Nachbarlandkreisen gezeigt habe, dass die Förderung von fossilen Energieträgern diese vielfach nachhaltig geschädigt habe. Gefordert wird eine verpflichtende allgemeine Umweltverträglichkeitsprüfung und eine Garantie der Kontrolle durch unabhängige Einrichtungen. Es soll keine Verschlechterung der Luft-, Boden- und Wasserqualität billigend in Kauf genommen werden.

Über die Aussagen zu den FFH-Schutzgebieten und zur Europapolitik berichten wir in einer unserer nächsten Ausgaben.  

lee

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