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Neues Zentrallabor: Fingerabdrücke unter Ruß feststellbar

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Drei Männer und eine Frau mit Scheren in der Hand durchschneiden ein blaues Band. Im Hintergrund des Raumes zwei weitere Männer.
Das blaue Band zum neuen Zentrallabor ist zerschnitten: Polizeipräsident Thomas Ring, Landrat Jens Grote und die beiden Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke (SPD) und Gudrun Pieper (CDU). © Müller

Das Land Niedersachsen hat 400 000 Euro in neues Zentrallabor der Polizeidirektion Lüneburg in Soltau investiert. Das Modellprojekt verfügt über die modernste Technik. Am Dienstag wurden die Räumlichkeiten im Beisein von Ehrengästen feierlich eröffnet.

Soltau – „Wir werden schneller werden, weil wir effizienter arbeiten können“, sagte Michael Reiter, verantwortlich für das neue Zentrallabor der Polizeidirektion Lüneburg, das am Dienstagnachmittag im Dienstgebäude der Polizeiinspektion des Heidekreises in Soltau eröffnet wurde.

Polizeipräsident Thomas Ring war extra aus Lüneburg angereist und zerschnitt gemeinsam mit Landrat Jens Grote das blaue Band zum neuen Labor, das ein Modellprojekt im gesamten Land ist.

Stefan Sengel, Leiter der Polizeiinspektion Heidekreis, hatte die Idee gehabt, solch eine Einrichtung auf dem Land zu entwickeln. „Seit 2017 sind wir dran – und nun war es soweit: Das Labor wurde offiziell der polizeilichen Ermittlungsarbeit übergeben.

10 000 Spurenträger waren von den Mitarbeitern dieses Bereiches im vergangenen Jahr bearbeitet worden. Mit dem Zentrallabor, das über die neuesten technischen Entwicklungen verfügt, soll das noch besser gehen. „Wir sind jetzt sehr gut aufgestellt, entwickeln uns aber ständig weiter und möchten immer ganz vorn sein, wenn es um Spurensuche geht“, sagte Michael Reiter.

Auf 250 Quadratmetern erstrecken sich Laborräume des Fachkommissariats 5. Das achtköpfige Spezialistenteam der Kriminaltechnik verfügt hier unter anderem über zwei DNA-Trockenräume mit vorgelagerter Schleuse, ein nass-chemisches Labor sowie einen mit besonderen Wand- und Bodenbelägen ausgekleideten separaten Raum.

Die Kriminaltechnik nimmt einen deutlich höheren Stellenwert als in vergangenen Jahren ein. Insgesamt hat das Land Niedersachsen Finanzmittel in Höhe von rund 400 000 Euro in die baulichen Veränderungen sowie Labormöbel und Ausstattung in Soltau investiert. „Das war ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, konstatierten Stefan Sengel und Präsident Thomas Ring bei der Vorstellung des neuen Projektes in der Böhmheide. „Künftig wird es möglich sein, selbst unter rußgeschwärzten Hauswänden Fingerabdrücke festzustellen. Mit einem Spezialverfahren sind wir hier in Soltau am Start.“  mü

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