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Werbung für Sozialfrieden in Europa

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Zwei stehende Männer, dazwischen eine sitzende Frau. Im Hintergrund grüne Büsche.
Vor der Reise (v.l.): Nikolai Welle mit Annette Krämer und Jürgen Hestermann vom SoVD Heidekreis. © Müller

Behringen – Er möchte nicht die Welt verändern, aber mit seiner Aktion für ein Mehr an sozialem Frieden werben. So wie die Klimaschützer will Nikolai Welke europaweit auf ein Thema aufmerksam machen, das immer mehr Menschen betrifft, aber gern einmal von der Allgemeinheit versteckt wird. „Wir sollten wieder mehr füreinander da sein, sollten uns in Notsituationen gegenseitig helfen, nicht alleingelassen fühlen“, sagt der 51-Jährige aus Behringen.

Nach Schlaganfall: Dank für das Gute im Leben

Welke kommt eigentlich aus Fallingbostel, hat bei Wolff gelernt. 2009 erlitt er einen Schlaganfall. „Ich habe die Dunkelheit meines Lebens wahrgenommen, und dann haben meine Hände die Finger meiner Frau berührt. Ich bin wieder zurückgekommen auf die Welt.“ Und darum wolle er dankbar sein, zeigen, dass es auch noch etwas Gutes gibt. Er möchte soziale Gedanken in die Welt tragen, fast 6 000 Kilometer weit.

6000 Kilometer durch Europa

Mit seinem wohl bisher einmaligen Vorhaben startet der 51-Jährige am 15. Februar vom Bahnhof in Wintermoor aus in die Welt, will mit Bahn und Bus unterwegs sein, in Deutschland, Dänemark, Polen und Tschechien, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden, um dann wieder zurück in die Lüneburger Heide zu kommen. Auch einen Abstecher auf die Zugspitze wird es geben.

Menschen zum sozialen Nachdenken bringen

„Ich will Menschen bewegen, sie zumindest zum sozialen Nachdenken bringen. Wenn mir das gelingt, wäre ich glücklich. Ein großes Ziel würde erreicht“, erzählt Welke. „Für mich geht ein Lebenswunsch in Erfüllung“, sagt er in einem Pressegespräch in Bispingen. „Auch wenn es anstrengend, aber auch wieder spannend, schön und wichtig für mich wird.“

Der 51-Jährige wird vom SoVD unterstützt

Die Tour ist schwierig für den Behringer, der nicht viel mehr auf dem Rücken haben wird als seinen Rucksack, wenn es losgeht. Er ist Mitglied des SoVD in Behringen und zeigt großes Engagement. Alleine deshalb wird er vom Kreisverband des größten Sozialträgers im Heidekreis unterstützt. Vom Vorsitzenden Jürgen Hestermann gibt es ein SoVD-Trikot und gute Wünsche, die ihn begleiten werden. Kreisfrauensprecherin Annette Krämer, gleichzeitig Vertreterin des Landesverbandes, verabschiedet Welke mit vielen Tipps auf die lange Reise. „Wir begrüßen diese eindrucksvolle Aktion“, sagt Hestermann. Man freue sich, im Heidekreis einen solch aufmerksamen Vertreter für soziale Fragen zu haben.

Besuch vieler SoVD-Ortsverbände

Nikolai Welke wird auf seiner Europareise viele Ortsverbände des SoVD besuchen und sein Anliegen vortragen. Er hat auch Kontakt zu zahlreichen evangelischen Gemeinden im Land aufgenommen, die sein Vorhaben unterstützen. Mittlerweile hat neben dem SoVD Heidekreis auch die Geschäftsstelle in Berlin ihre Unterstützung zugesagt.

Reise dauert 83 Tage lang

Jürgen Hestermann spricht von einer großartigen Leistung des Behringers. 83 Tage lang, bis in den Mai hinein, soll seine Reise dauern.  mü

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