K6 durch den Heidekreis

Umweltbewusste Sanierung: Heidekreis setzt auf recycelten Asphalt

Maschinen beim Asphalteinbau.
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Asphalteinbau auf der K 6 zwischen Hützel und Evendorf.

Die Herstellung von Asphalt ist aufwändig und damit schlecht für die Klimabilanz. Im Heidekreis wurde nun erstmals eine Straße mit viel recycelten Asphalt saniert.

Hützel – Erstmalig sanierte der Heidekreis eine Kreisstraße mit einem hohen Anteil an recyceltem Asphalt. Mit einem speziellen Konzept für das Asphaltmischgut wurde bei der Baumaßnahme an der K6 zwischen Hützel und Evendorf ausgefräster Asphalt in der neuen Deckschicht wiederverwendet. Das Sondermischgut wurde ohne Probleme eingebaut und verspricht die gleiche Haltbarkeit wie die Standardbauweise, teilt der Landkreis mit.

Zur Wiederverwendung von Abfällen angehalten

Durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz seien alle Erzeuger von Abfällen angehalten, diese einer Wiederverwendung zuzuführen, sofern dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar sei. In dem Moment, in dem die alte Straße ausgefräst werde, entstehe per Definition zunächst einmal Abfall, dem sich der Abfallerzeuger, in diesem Fall also der Heidekreis, entledigen wolle.

Einsparung von Rohstoffen durch recycelten Asphalt

Der Heidekreis sei somit verpflichtet, die Wiederverwendung von Ausbauasphalt zu fördern. Je mehr Ausbauasphalt in dem neu hergestellten Asphaltmischgut enthalten sei, desto weniger neue Rohstoffe müssten verbraucht werden. Es würden weniger Transporte durchgeführt und der Rohstoff Bitumen werde geschont. Beim Einsatz von Ausbauasphalt würden Rohstoffe aus Straßen gewonnen, die sich in der unmittelbaren Nähe des Mischwerks befänden, sodass der Energieverbrauch für den Transport nur einen Bruchteil betrage.

Für die Herstellung und für den Einbau von Asphalt gelten strenge Qualitätsanforderungen. Dabei ist die Wiederverwendung von Ausbauasphalt zugelassen, wenn der daraus hergestellte, neuwertige Asphalt mindestens die gleiche Qualität aufweist wie der ohne Ausbauasphalt. Durch Alterungsprozesse weisen Asphaltdeckschichten nach circa 15 Jahren vermehrt Risse auf, weil das Bitumen spröde wird. Dies ist auch der Grund für die Sanierung der K6. Wenn sich das Verfahren bewährt, möchte der Landkreis weitere Projekte initiieren.

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