Vertreter der Plattdeutscharbeit im Heidekreis treffen sich im Rahmen der Dagfoahrt

Schon Tonaufnahmen von 20 Gesprächspartnern

Die Teilnehmer verbrachten einen interessanten Nachmittag.
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Die Teilnehmer verbrachten einen interessanten Nachmittag.

Bispingen - Zur 51. Dagfoahrt trafen sich im Gemeindehaus von St. Antonius Bispingen 45 Vertreter der Plattdeutscharbeit aus allen Gemeinden des Heidekreises. Bürgermeisterin Sabine Schlüter, Pastor Jürgen Riepshoff und der Vorsitzende des Heimatvereins, Hans Hermann Dittmer, begrüßten die große Gruppe und stellten ihre Gemeinden und ihre Arbeit vor.

Förster Hans-Hermann Engelke sprach zu „Een Kapitel Naturgeschichte up Platt: Von de Heid tau veelfaldig Hold“. Er erklärte anhand von Lichtbildern die Geschichte der Heide und des Waldes über die Jahrhunderte, insbesondere hob er die Aufforstung der Heideflächen nach 1850 hervor, die Jahrzehnte mit Kiefernmonokulturen und zeigte Beispiele heutigen Mischwaldes mit guten Buchenbeständen, in denen auch Raum für Totholz als Lebensraum für viele Arten gelassen werde. Er erhielt lebhaften Beifall als Dank.

Plattdeutschbeauftragter Gustav Isernhagen, der seinen Rückzug aus dieser Arbeit ankündigte, berichtete über die Projekte auf Kreisebene. Dazu gehören plattdeutsche Kolumnen, die Aufnahme von Tondokumenten und die Vorbereitung der „PlattdüütschTied“ im Oktober.

Für die Aufnahme der Tondokumente sind zwei Aufnahmegeräte beschafft worden, die bereits in acht Orten mit mehr als 20 Gesprächspartnern eingesetzt wurden. Hinrich Eggers brachte drei Beispiele zu Gehör, die von Jan Leudolph in Soltau technisch aufbereitet waren. Um eine große Breite alter Lebens- und Arbeitsweisen im ortstypischen Plattdeutsch festzuhalten, ist es das Ziel, in jeder Ortschaft wenigstens eine Aufnahme zu machen.

Für die „PlattdüütschTied“ sind bereits 16 Termine aus den Städten und Gemeinden gemeldet, aber Isernhagen mahnte noch Rückstände an.

Kröger berichtete vom erfolgreichen Verlauf des Schreibwettbewerbs der Freudenthalgesellschaft, Günter Sturm von der zehnten Lesung im Bürgerhaus Munster, das Singen auf dem Markt und die Partnerschaft mit dem Museumsdorf Hösseringen. Thorsten Börnsen vom Landschaftsverband warb für Seminare am evangelischen Bildungszentrum Hermannsburg – eines für ehrenamtliche Lehrkräfte für Plattdeutsch an Grundschulen am 24. und 25. September sowie eine Schreibwerkstatt am 23. und 24. Oktober.

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