Kreisfeuerwehr: Dienstversammlung stellt die Weichen für die nächsten sechs Jahre

Vertrauen in die Führungsspitze

Die Führungsspitze darf weitermachen: Kreisbrandmeister Hartmut Staschinski (l.) und sein Vertreter BAL Nord, Thomas Ruß. Es fehlt der BAL Süd, Richard Meyer. - Fotos: Wehler

Landkreis - Bei der Dienstversammlung der Kreisfeuerwehr mit den Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeistern im Wietzendorfer Hotel Hartmann sind die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren im Heidekreis gestellt worden. Als Stellvertreter von Kreisbrandmeister (KBM) Hartmut Staschinski wurde der Brandabschnittsleiter (BAL) Nord, Thomas Ruß, für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Mit Richard Meyer, dem BAL Süd, führt damit ein „harmonisch zusammenarbeitendes Trio“ (Zitat Staschinski) die Kreisfeuerwehr an. Der stellvertretende Landrat Holger Stolz bescheinigte dem Trio eine hervorragende und engagierte Arbeit für den Brandschutz im Heidekreis.

Der Kreistag sei sich immer seiner Verantwortung bewusst, was die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren bezüglich Ausrüstung und Ausbildung angehe, so Stolz. Deshalb sei unter anderem auch ständig in die beiden Feuerwehrtechnischen Zentralen (FTZ) in Soltau und Schneeheide investiert worden. Und es werde keinen Stillstand geben, so der stellvertretende Landrat weiter, der als erster den wiedergewählten Thomas Ruß beglückwünschte. Stolz in seinem Grußwort abschließend: „Die selbstlose, ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren für die Sicherheit der Bürger hat die Anerkennung der ganzen Gesellschaft verdient.“ Ähnlich drückte es der für die Feuerwehren im südlichen Heidekreis zur Verfügung stehende Schwarmstedter Pfarrer Frank Richter aus, der vor der Versammlung über die Notfallseelsorge im vergangenen Jahr berichtete. Er rief die Führungskräfte der Wehren dazu auf, sich nicht zu scheuen, diese Hilfe bei Bedarf auch selbst anzunehmen. „Achten Sie auf ihre Kameraden und Kameradinnen nach schweren, belastenden Einsätzen, kümmern sie sich und rufen sie uns an.“

Der Kreisbrandmeister ließ noch einmal die Geschehnisse des Vorjahres Revue passieren und wies auf einige Neuerungen hin. So stehe für die Einsatzabwicklung ein neues, computergestütztes Programm zur Verfügung. Es gelte jetzt, damit umzugehen. Hartmut Staschinksi lobte die Erneuerung der Atemschutz-Trainings-Strecke in der FTZ Soltau. Die Erweiterung der Soltauer Leitstelle allerdings hielt er nicht für gelungen und nannte die Ausführungen Flickwerk. Ein weiteres Problem sprach der wiedergewählte Thomas Ruß (BAL Nord) an. An der Soltauer FTZ stünden für Lehrgangsteilnehmer nicht genügend Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Auf Landesebene, so der Kreisbrandmeister weiter, werde immer noch über die Altersgrenze der Einsatzkräfte sowie über eine neue Dienstbekleidung (andersfarbig) diskutiert.

Anschließend berichteten die Leiter der Fachzüge, der Ausbildung, der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie der Brandschutzerziehung von ihren Aktivitäten. Durch ständiges Üben werde der hohe Einsatz- und Ausbildungsstand gehalten, so der allgemeine Tenor. Freude mache dem Kreiskommando, so Staschinski, die Jugendfeuerwehr und die Kinderabteilungen. Diese Nachwuchssparten seien ein großes Pfund für die Zukunft der Ortswehren im gesamten Heidekreis. Erfreut konnte Kreisjugendwartin Silke Fricke neben dem Bericht der Jugendaktivitäten vermelden, dass sich zum Jahresanfang in Essel eine neue, die zwölfte, Kinderwehr gebildet habe.

Zum Abschluss der Dienstversammlung wurde es förmlich. Zahlreiche langjährige Funktionsträger wurden aus ihren Funktionen entlassen und neue Amtsinhaber eingeführt. Außerdem wurden Beförderungen ausgesprochen. Für den ausscheidenden Holger Dopmann als Kreis-Brandschutzerzieher wurde Benjamin Hering bestimmt, und die Presseabteilung erhielt mit Thomas Klamet aus Bomlitz Verstärkung. - hf

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