Geschäftsführer spricht von Trendwende

Heidekreis-Klinikum: Unfallchirurgie wieder nach Soltau

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Die Experten des Heidekreis-Klinikums berichteten über die Krankenhäuser (v.l.): Hermann Norden, Claudia Walter, Anke Wolters-Rengstorf, Dr. med. Achim Rogge, Christoph Schneidewin, Carsten Franck und Prof. Dr. med. Frank Schmitz.

Soltau – „Die wirtschaftliche Entwicklung des Heidekreis-Klinikums nimmt positive Formen an.“ Das sagte Geschäftsführer Dr. med. Achim Rogge gestern während eines Pressegesprächs in Soltau.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr seien 4,2 Prozent mehr stationäre Fälle in den Krankenhäusern in Walsrode und Soltau registriert worden. Dabei seien die Innere Medizin, die Unfallchirurgie und die Geriatrie hervorzuheben.

Die Unfallchirugie soll Ende des Jahres ins Soltauer Krankenhaus zurückkehren.

Insgesamt sei erstmals seit Jahren eine Umsatzsteigerung in Höhe von 1,24 Millionen Euro erreicht worden, so Rogge weiter. Die Personalkosten würden laut einer Hochrechnung um rund 423 000 Euro fallen. Rogge machte in diesem Zusammenhang deutlich, „dass es unser Ziel sein muss, in den nächsten Jahren 20 Prozent weniger Personalkosten zu haben. Wie die Rechnungsprüfer festgestellt haben, liegt das Heidekreis-Klinikum mit 85 Prozent Personalkosten am Gesamtkosten-Aufkommen absolut zu hoch. Aber es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben.“

Rogge teilte mit, dass ab Ende dieses Jahres die Unfallchirurgie wieder nach Soltau verlegt werde. Er begründete den Schritt damit, dass es nur, wenn der Standort sowohl eine Innere Abteilung als auch eine Chirurgie vorhalte, die operativ tätig sei, in den kommenden Jahren den sogenannten Sicherheitsstellungszuschlag gebe. Die Verlegung sei unabdingbar. Außerdem würde der Standort Soltau ohne eine chirurgische Abteilung die gesetzlichen Anforderungen des Gemeinsamen Bundesausschusses für die Notaufnahme nicht erfüllen. Hier gehe es um den finanziellen Zuschlag bei Notfallpatienten.

Zurzeit findet das Raumordnungsverfahren für die Zentralisierung des Heidekreisklinikums statt. Sieben Standorte würden untersucht, darunter Walsrode und Soltau. „Ich gehe davon aus, dass ein neues Klinikum in sechs bis acht Jahren entstanden ist“, sagte Rogge.

Es sei trotzdem notwendig gewesen, in Walsrode für rund 3,2 Millionen Euro einen neuen Kreißsaal zu bauen und die Intensivstation zu erweitern. Allein im Juli seien in Walsrode 127 Kinder zur Welt gekommen. „Das hat uns in große Platzschwierigkeiten gebracht.“  mü

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