Neue Sprecherin Benita Berner

Kreisjugendfeuerwehrtag in Oerrel: Steigende Mitgliederzahlen

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Kreisjugendsprecherin Benita Berner. 

Oerrel - Von einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit mit wachsenden Mitgliederzahlen war auf dem Kreisjugendfeuerwehrtag in Oerrel die Rede. Kreisjugendfeuerwehrwartin Silke Fricke begrüßte viele Jugendliche in der 80 Jahre alten Sporthalle.

Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Heiko Bartels ging in seinem Jahresbericht auf die Abnahme der Jugendflamme II ein, die schwerste Prüfung für die Jugendlichen. Alle 41 Prüflinge hätten in Ahlden bestanden. Wilfried von Bostel stellte den Kassenbericht vor. Mit 15 827,45 Euro gibt es ein Polster, allerdings muss noch der Rechnungseingang einiger Außenstände erfolgen.

Unter den 163 Besuchern waren 112 Stimmberechtigte, die 17 Posten neu zu wählen hatten. Soltau wurde von 43, Bad Fallingbostel von 69 Jugendlichen vertreten. Über die wichtigsten Jobs für die Jugendlichen selber durften nur 29 Anwesende abstimmen. Dazu gehörte die Besetzung des Postens der Kreisjugendsprecherin. Die bisherige Amtsinhaberin Julia Berg, die erst im vergangenen Jahr gewählt worden war, gab ihren Posten ab, weil sie erkannt hat, dass sich ihre Ausbildung mit dem Aufgabenbereich der Kreisjugendsprecherin zeitlich nicht vereinbaren lässt.

Kreisjugendsprecherin Benita Berner. 

Ihre Nachfolgerin ist ihre bisherige Stellvertreterin Benita Berner aus Schwarmstedt. Seit 2017 ist sie im Kreisjugendforum der Jugendfeuerwehr. Sie weiß, was an Arbeit auf sie zukommt: „Wir planen das Zeltlager 2019 der Kreisjugendfeuerwehr, das ist viel Arbeit dieses Jahr.“ Benita Berner lacht und freut sich sichtlich auf die neue Aufgabe. „Ich werde im März 16 Jahre und dann kann ich bis 18 weitermachen.“ Mit der Volljährigkeit endet die Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr. „Das Jahr 2019 wird dann einfacher, weil alles vorbereitet ist“, erklärt Benita Berner. Sie freut sich auf die Arbeit, „denn wir haben bei den Veranstaltungen immer auch viel Spaß.“ Für den Posten des oder der Stellvertreterin gab es mit Felix Freynik aus Bad Fallingbostel und Felicitas Fromme zwei Kandidaten. Die Wahl fiel mit 21 Stimmen auf Felix Freynik.

Hannes Decke aus Ahlden präsentierte in seiner lustigen Dia-Show elf Feuerwehr-Stereotypen. Deutlich zeigte er die gängigsten Vorurteile über Feuerwehrleute auf.

Berndt Tiemes und Walter Meyerhof, Urgesteine der Jugendfeuerwehr im Heidekreis, verfolgten den Nachmittag aufmerksam. Meyerhof hatte Anfang der 70er-Jahre die erste Jugendfeuerwehr in Soltau gegründet, Tiemes 1973 die nächste in Munster 1973. Gegen Widerstände hatten sie damals mit dem Aufbau einer Organisation im Heidekreis begonnen, die heute über 42 Jugend- und 15 Kinderfeuerwehren zählt. Am 31. Dezember waren 679 Jugendliche dabei, davon 226 Mädchen, genau 33,3 Prozent, und 453 Jungs. Das sind insgesamt 40 mehr als im Vorjahr.

Dass sie einmal in einer riesigen Runde unter den Jugendlichen sitzen würden, hätten Tiemes und Meyerhof damals nicht gedacht.

Gerade die Jugendarbeit bringt den Freiwilligen Feuerwehren im Heidekreis den gut ausgebildeten Nachwuchs. Im Heidekreis traten 2017 50 Prozent der Jungen und Mädchen von der Kinderfeuerwehr (Sechs- bis Zehnjährige) in die Jugendwehren über, insgesamt gab es 165 Zugänge bei den Jugendfeuerwehren des Heidekreises. 88 haben diese wegen Beruf, Schule oder Ortswechsel wieder verlassen. 37 Jugendliche machten den Schritt aus den Jugend- in die Ortsfeuerwehren. Das Durchschnittsalter in den Kinder- und Jugendwehren beträgt 13,2 Jahre, damit ist die Kreisjugendfeuerwehr für die kommenden Jahre gut aufgestellt. - cc

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