SPD-Generalsekretär wirbt für Koalitionsvertrag

Klingbeil: „20 Stunden Schlaf pro Woche“

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Viele TV-Teams wollten mehr über die personellen Entwicklungen in der SPD wissen.

Soltau - Seit acht Wochen ist Lars Klingbeil jetzt Generalsekretär der SPD. „In diesen zwei Monaten habe ich bereits zwei Bundesparteitage organisiert und erlebe nun mit Andrea Nahles schon die zweite Vorsitzende der SPD“, fasste Klingbeil am Samstag zusammen. In Soltau, wo die erste Regionalkonferenz von Klingbeils „Werbetour“ stattfand, bot er vier Vertretern der Heimatpresse exklusiv die Möglichkeit, ihn nach den Eckpunkten des Koalitionsvertrages zu löchern.

„Man kann mit 20 Stunden Schlaf in der Woche auch mal auskommen“, berichtete Klingbeil von den Koalitionsgesprächen. Ihm oblag es, die Ergebnisse der Verhandlungen zusammenzufassen. „Wir haben unsere Inhalte durchgesetzt und viele Entlastungen für die Arbeitnehmer erreicht, wie zum Beispiel die Abschaffung des Solis“, gab Klingbeil ein Beispiel für die Inhalte des Vertrages.

Er stünde hinter einer Regierungsbeteiligung der SPD und wolle bis zum Ende der Mitgliederbefragung am 2. März dafür werben. Dazu sei er nun auf sieben Regionalkonferenzen und bei etlichen Ortsvereinen der SPD in ganz Deutschland unterwegs. „Mir war besonders wichtig, hier in meinem Wahlkreis den Anfang zu machen. Ich freue mich über die mehr als 150 Anmeldungen innerhalb weniger Tage“, sagte Klingbeil.

Als Experte der Digitalisierung nannte er den Rechtsanspruch auf eine schnelle Internetanbindung bis 2025 als großen Schritt insbesondere für den ländlichen Raum. Für das flächendeckende Internet mit einem Anschluss von einem Gigabit wolle die zukünftige Bundesregierung 10 bis 12 Milliarden öffentliche Mittel investieren.

„Wir haben gut verhandelt“

„Wir haben gut verhandelt und einen guten Koalitionsvertrag erreicht. Bezogen auf die weltpolitische Lage braucht Deutschland als Ort der Stabilität auch eine stabile Regierung. Deswegen ist ganz klar, dass wir in die Koalition mit der Union gehen können. 80 Prozent der SPD-Inhalte sind im Vertrag enthalten und man muss der Realität ins Auge sehen, weil es eher unwahrscheinlich ist, nach Neuwahlen 51 Prozent der Stimmen zu haben und alles umsetzen zu können“, fasste Klingbeil zusammen.

Danach holten Klingbeil die aktuellen Geschehnisse ein und etliche Fernsehteams befragten ihn nach den weiteren bundespolitischen Entwicklungen, weil Martin Schulz am Vortag als Außenminister zurückgezogen hatte. Im Anschluss versuchte Klingbeil, die 150 Teilnehmer der Regionalkonferenz zu überzeugen. Bundesweit hat die SPD mehr als 460.000 Mitglieder, die abstimmen dürfen.

lee

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