23-Jährige dringend tatverdächtig

Nach Tod des eigenen Babys: Polizei fasst mutmaßliche Mörderin

Soltau - Rund vier Monate nach dem Tod eines viereinhalb Monate alten Kindes in Soltau hat die Mordkommission „Maja“ die mutmaßliche Täterin gefasst: Die 23-jährige Mutter des Babys gilt als dringend tatverdächtig, die kleine Maja erstickt zu haben.

Das Kind wurde Anfang des Jahres in einem Mehrfamilienhaus in Soltau entdeckt. Die Mutter blieb daraufhin verschwunden. Zuvor hatte die 23-Jährige seit Ende Dezember allein in der Wohnung gelebt. Ihr Lebensgefährte - der Vater des Kindes - war damals ausgezogen. Versuche, die Mutter zu erreichen, blieben bereits vor dem Fund des Kindes erfolglos.

Bei der Leichenschau wurde deutlich, dass es sich bei dem Tod um ein Gewaltverbrechen handeln könnte. Daraufhin wurde bei der Polizeiinspektion Heidekreis die Mordkommission „Maja“ eingerichtet.

Polizeibeamte dieser Kommission machten die Mutter am Mittwoch im Stadtgebiet Soltaus ausfindig, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Frau machte bisher keine Aussage, heißt es weiter. Sie wurde am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl verkündete. Beamte der Mordkommission überführten die Frau daraufhin in die Justizvollzugsanstalt Vechta.

Rubriklistenbild: © dpa

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