Kritik an geplanter Erhöhung der Vergnügungssteuer in Soltau

Lüneburg - Soltau will zur Konsolidierung des Haushalts auch die Vergnügungssteuer erhöhen. Das stößt auf massive Kritik bei den Betreibern des davon betroffenen Heide-Parks.

Jährlich entrichte der Freizeitpark als einer der größten Arbeitgeber der Stadt bereits rund 450 000 Euro Vergnügungssteuer, sagte die Geschäftsführerin der Heide-Park Soltau GmbH, Sabrina de Carvalho. Mit der Erhöhung stehe eine Verdopplung dieses Betrages an. Außer dem Heide-Park sei nur noch ein ortsansässiger Indoor-Spielplatz von der Abgabe betroffen.

„Knapp eine halbe Million Euro können wir nicht einfach vom Bankkonto nehmen, sondern müssen dafür an anderen Stellen Einsparungen vornehmen“, sagte de Carvalho. „Davon wären im schlimmsten Falle auch Arbeitsplätze betroffen.“ Die Heide-Park Soltau GmbH beschäftigt nach Angaben einer Sprecherin im Sommer bis zu 950 Menschen, davon sind rund 250 fest angestellt.

Bürgermeister Helge Röbbert (parteilos) ist auch nicht glücklich über die Steueranhebung, die CDU und SPD am Donnerstag im Rat beschließen wollen. „Mein Haushaltsentwurf sah die Erhöhung nicht vor“, sagte Röbbert. „Ich kann aber mit der geplanten Erhöhung auch bei Gewerbesteuer und Vergnügungssteuer leben, sofern damit das geplante Investitionsvolumen in Soltau erhalten bleibt.“ Das gelte auch mit Blick auf steigende Kosten durch die aktuellen Tarifauseinandersetzungen bei Kitas.
dpa

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