Snow Dome in Bispingen mit neuen Eigentümern / Fassaden-Umbau

Fokus liegt auf Gastronomie

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Die neue Führungsmannschaft des Snow Domes (v.l.): Frank Blin (Hofbräu-Gastronomie), Franz Erhardt (General Manager Snow Dome), Alois Haider (Skihallen Service GmbH) und Prof. Stephan Gerhard (Treugast).

Bispingen - Aufmerksame Beobachter haben es sicher schon bemerkt: Vor dem Snow Dome in Bispingen wehen blau-weiße Fahnen und auch innen muten manche Dekorationen bayrisch an. Das ist kein Zufall, denn die bisherigen Eigentümer rund um die Bergbahnen Sölden aus dem Tiroler Ötztal haben mit drei neuen Investoren eine Übereinkunft zum Verkauf der Anlage getroffen. Auch das Management wird in diesem Zuge neu geordnet. Gestern stellten die Verantwortlichen der Presse ihre Pläne vor. Erklärtes Ziel ist es, die Gastronomie deutlich zu stärken.

Neuer Eigentümer ist die Skihallen Service GmbH, in der sich drei Investoren, der Hamburger Gastronom Frank Blin, die auf Hotel- und Gastronomieprojekte spezialisierte Treugast Solutions Group unter der Leitung von Prof. Stephan Gerhard sowie Alois Haider zusammengeschlossen haben. Mit Frank Blin, der unter anderem die Hofbräu-Wirtshäuser in Hamburg und Berlin betreibt und Stephan Gerhard wurde eine Managementvereinbarung für die Anlage getroffen. Letztgenannter fungiert zudem neben Haider als zweiter Geschäftsführer der Skihallen Service GmbH. Haider hat den Deal mit den beiden Unternehmern eingefädelt.

General Manager des Snow Domes ist der Wiener Franz Erhardt. Er wurde von seinem Vorgänger José Fernandes, der das Unternehmen nach fünf Jahren verlässt, bei Touristikern und Partnern persönlich vorgestellt.

„Es ist das Ziel, die Gastronomie auf völlig neue Beine zu stellen“, sagte Gerhard. In den kommenden zwei Jahren strebten sie eine Verdoppelung des Umsatzes an. Sie wollten den Snow Dome wieder dahin bringen, wo er hingehöre. Die Atmosphäre stimme. Und nicht zuletzt handele es sich um die energieeffizienteste Skihalle in Europa. „Damit können wir auch nach außen punkten. Wir wollen vorwärts gehen.“ Ziel sei es, das Marketing zu forcieren. So sei denkbar, dass Gäste aus Süddeutschland kämen, um zum Beispiel Urlaub für eine Woche hier zu machen. Er denke unter anderem an Freestyler.

Frank Blin will ein „gastronomisches Highlight“ schaffen, das unter dem Markenemblem von Hofbräu glänzen soll. „Wir versuchen, das Bayerische mit herzubringen.“ Das soll sich auch in der Neugestaltung der Fassade widerspiegeln, die von der Autobahn zu sehen sein wird. Die Kosten lägen im sechsstelligen Bereich, so Blin.

„Die Öffnungszeiten werden sich komplett ändern“, verriet er. Geplant sei es, das Lokal „Dorfwirt“ wieder für Aprés-Ski-Partys zu aktivieren. Er soll einen zweiten Eingang erhalten. Im Außenbereich werde ein Biergarten mit großem Spielplatz entstehen und Livemusik werde es ebenfalls geben. Es gehe darum, „betriebswirtschaftlich besser in die Zukunft zu sehen“. Bis zum Oktoberfest, das vom 19. September bis 3. Oktober gefeiert wird, sollen die Umbaumaßnahmen fertig sein. Blin baut nicht zuletzt darauf, Hamburger Kunden in die Heide zu locken. Für Weihnachtsfeier-Buchungen sei das bereits gelungen.

Der Anteil der Gastronomie am Umsatz des Snow Domes sei derzeit sehr gering, sagte Blin. „Das Ziel ist ein Verhältnis 50:50.“ Gerhard ergänzte: „Dann stimmt wieder alles. Das ist die Zielsetzung.“ Es gehe nicht darum, die Gastronomie als Nebenerwerb zu betreiben. „Sie soll zum Gewinn beitragen.“

Haider betonte, dass die 54 festen und 70 Teilzeitmitarbeiter des Snow Domes übernommen würden. Und weniger sollten es in Zukunft auf keinen Fall werden.

Geld sei sicherlich auch in der Vergangenheit verdient worden, sagte Haider. „Die Frage ist nur, auf welcher Seite. Die Region hat vom Snow Dome profitiert.“

sal

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