Dieter Möhrmann verabschiedet

Rogge wird neuer Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums

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Der neue Geschäftsführer Achim Rogge

Soltau - Den einzigen Fisch aus dem finnischen See konnte Christof Kugler als Geschäftsführer des Heideklinikums angeln. So beschrieb der Chefarzt der medizinischen Klinik Walsrode, Frank Schmitz, die Fähigkeit Kuglers, die besten Mediziner des Landes an die Standorte des Heidekreis-Klinikums in Soltau und Walsrode zu locken. Anlässlich der Verabschiedung von Christof Kugler in den wohlverdienten Ruhestand erhielt er von vielen Verantwortlichen des Heidekreises großes Lob und Anerkennung für seine Arbeit. „Er kann Leute wirklich motivieren, auch bei schlechten Gegebenheiten“, so Schmitz.

Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Norden nannte einige Großprojekte, darunter den Aufbau der Krankenpflegeschule und die Verbesserung der Rettungsdienste, als Beispiele für die richtungsweisende Tätigkeit Kuglers im Gesundheitswesen des Heidekreises. 

„Im Mittelpunkt stand für ihn immer der Erhalt der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum“, sagte Norden. Dazu hätten Kuglers vorzügliche Kontakte im deutschlandweiten Gesundheitsnetzwerk großen Anteil gehabt und den Fortbestand der beiden Hauptstandorte in Soltau und Walsrode gesichert. „Alle klinischen Leistungen zusammenzubringen, war eine seiner vielen Errungenschaften“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

„Es hat von Anfang an gepasst“, sagte Kugler rückblickend auf seine Zeit im Heidekreis-Klinikum. Als Zugereister habe er sich auch nie für den Nord- oder Südkreis entscheiden müssen. Er bleibe der Wahlheimat Heidekreis treu.

Für den wohlverdienten Ruhestand erhielt Christof Kugler (l.) von Hermann Norden den Druck eines Hundertwasserbildes.

Zwölf Jahre stand er an der Spitze eines Klinikums in kommunaler Trägerschaft. Ihm sei der Erhalt beider Standorte im Landkreis immer sehr wichtig gewesen. „Unser System richtig zu verstehen, war für Außenstehende immer schwierig. Deswegen ein besonderer Dank an die Entscheider für das Vertrauen in mich“, sagte Kugler. 

In Zeiten, in denen der Druck zur Zentralisierung und Schließung von Krankenhäusern immer größer werde, sei dieses Vertrauen ein Kern der Arbeit gewesen. Ausblickend sagte er: „Wir müssen den Strukturwandel stets gestalten. Ein kompletter Neubau des Heideklinikums sollte weiterhin Ansporn bleiben“.

Auf den Neubau des Heideklinikums bezog sich auch die Forderung des Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke (SPD). Das Land Niedersachsen solle unbedingt der Förderung des Neubaus zustimmen, auch wenn die genaue Fördersumme noch nicht festzulegen sei. „Auch wenn das Heideklinikum das größte Einzelprojekt des Landes wäre, muss unbedingt gefördert werden“, so Zinke. Andere Insider der Förderkulisse bezüglich eines Neubaus kolportierten eine Summe von 140 Millionen Euro bei 445 Millionen Euro Gesamtfördertopf des Landes beim späteren Smalltalk.

Hermann Norden verabschiedete Dieter Möhrmann (l.) aus dem Aufsichtsrat des Heidekreis-Klinikums.

Die Feierstunde zu Ehren Christof Kuglers nutzte Hermann Norden darüber hinaus, um das langjährige Aufsichtsratsmitglied Dieter Möhrmann und den Mitarbeitervertreter Rainer Obenüber in dem Gremium zu verabschieden. Achim Rogge, Nachfolger als Geschäftsführer, wünschte der Aufsichtsratsvorsitzende viel Erfolg und ein glückliches Händchen bei allen wichtigen Entscheidungen.  

lee

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