Nun doch für Beteiligung

Egra: Fraktionen ändern ihre Meinung / Sanierungsplan Toschi-Gelände

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Hier gibt es noch Asbest-Altlasten: Um dieses Gelände (blau und grün) im südlichen Bereich des Toschi-Areals geht es. Der gelbe Bereich befindet sich bereits im Egra-Besitz. 

Rethem - Eigentlich wollten sich die Ratsfraktionen von CDU und SPD nicht am Sanierungsplan der Egra für das südliche Toschigelände beteiligen. Doch auf der Sitzung der Wirtschafts- und Finanzausschüsse von Stadt und Samtgemeinde am Donnerstagabend im Burghof wurde anders entschieden: Stadt und und Samtgemeinde wollen nun doch zur Finanzierung beitragen.

Ein entsprechender Änderungsantrag beider Fraktionen wurde von Ernst-Walter Vollmer (CDU) in beiden Ausschüssen vorgelegt. Danach wollen sich Stadt und Samtgemeinde nun mit jeweils 1 700 Euro an der Vorfinanzierung einer Machbarkeitsstudie beteiligen. Weitere Zuschüsse für die Sanierung des asbestkontaminierten Geländes werde es jedoch nicht geben. Bei einer Umsetzung des Projektes durch einen Investor soll der Zuschuss an die Kommune zurückgezahlt werden.

Für die Egra wäre die Sanierung des rund 22 000 Quadratmeter großen „herrenlosen“ Grundstücks (die VAZ berichtete) im südlichen Bereich des ehemaligen Toschigeländes dann die dritte Projektphase. Dazu sollen zunächst eine Machbarkeitsstudie und ein Sanierungsplan erstellt werden. An den Kosten von rund 10 000 Euro für diese Studie wollen sich Stadt und Samtgemeinde nun beteiligen.

Nach der Sanierung des Geländes könnte dort eine Photovoltaikanlage errichtet werden. Das Ziel wäre die Stromversorgung der Gewerbetreibenden aus erneuerbaren Energien.

Der Egra-Geschäftsführer Dieter Moll in einem Pressegespräch zum Thema: „Die Egra ist bereit, die organisatorische Abwicklung der Herrichtung des Geländes zu organisieren, nicht die Anlage selbst zu bauen. Dazu sollen private Investoren gefunden werden, möglicherweise eine Genossenschaft mit Bürgerbeteiligung gegründet werden.“

Moll wies in diesem Zusammenhang daraufhin, dass die Egra bereits eine Reihe von eigentlich „öffentlichen“ Maßnahmen durchgeführt habe. Dazu gehöre beispielsweise die Revitalisierung von Gewerbeflächen (Altlastentsorgung), Schaffung von Arbeitsplätzen (Wirtschaftsförderung) sowie die Verkehrsanbindung und Oberflächenentwässerung für das gesamte Gewerbegebiet. Moll: „Das sind klassische kommunale Aufgaben.“  J fra

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