Peter Franke von der Bundesnetzagentur informiert über SuedLink-Sachstand

Steigende Netzentgelte

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Tauschten sich über das Thema SuedLink aus: Reinhard Grindel, Peter Franke, Martin Hack, Andreas Buhr (v.l.).

Heidekreis - Bei der Planung der Stromtrasse SuedLink der niederländischen Firma Tennet steht alles auf Anfang. Die Koalition will der Erdverkabelung bei diesem Bauprojekt den Vorrang geben und nur in Ausnahmefällen Überlandleitungen genehmigen. Das teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel in Soltau mit.

Er hatte gemeinsam mit Peter Franke, dem Vizepräsidenten der Bundesnetzagentur, Bürgermeister, Landräte, Landtagsabgeordnete und Vertreter der Bürgerinitiativen zu einem Gespräch eingeladen.

Im Anschluss erklärte Grindel: „Beim Stromtrassenprojekt SuedLink beginnt nun die Planung von vorn. Die gesetzliche Grundlage dafür wollen wir bis Ende des Jahres schaffen. Freileitungen werden nur zulässig sein, wenn es dafür eine besondere Begründung gibt.“

„Der Koalitionsbeschluss hat die Rahmenbedingungen verändert, das heißt, dass das Leitungsbauprojekt, der Findungsprozess für eine Trasse, neu aufgestellt werden muss“, sagte Franke. Aufgrund der neuen gesetzlichen Grundlage könne er sich eine Verfahrensbeschleunigung vorstellen. Bei der Netzbedarfsermittlung des Bundes sei deutlich geworden, dass zwei Leitungen anstelle von dreien im Korridor C notwendig seien. Vor allem Windenergie müsse in den Süden transportiert werden, erklärte Franke. Generell solle in die Leitungen des SuedLinks vorrangig Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist werden.

Da für Erdverkabelung auf nationaler Ebene kaum Erfahrungen vorlägen, bleiben laut Franke derzeit einige Fragen offen. Dazu gehörten auch die Kosten, da es kaum Firmen für diese Bauarbeiten gebe.

Für lokale Betreiber wie die Stadtwerke zieht der Bau der Gleichstromtrasse nach sich, das Netz verstärken zu müssen, um genug Strom transportieren zu können. „Die Netzentgelte an den Kunden beziehungsweise die Abnehmer werden steigen“, sagte Martin Hack, Geschäftsführer der Stadtwerke Böhmetal.

Für Andreas Buhr, Ortsvorsteher in Wolterdingen und Vertreter für die Bürgerinitiativen gegen das Tennet-Vorhaben, bleibt bei dem Thema Erdverkabelung vor allem die Frage offen, wie sich das Vorhaben auf Flächeneigentümer und -bewirtschafter auswirkt. „Ich bin wirklich dankbar über die Offenheit und die so frühe Beteiligung.“

bd

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