Doppelmordfall in Neuenkirchen

Leichen in brennendem Haus: Polizei nimmt 20-Jährigen fest - offenbar war wohl Geld sein Motiv

Eine Kriminalpolizistin sucht nach Spuren. Die Leichen eines Mannes und einer Frau sind dort nach einem Brand gefunden worden.
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Eine Kriminalpolizistin sucht nach Spuren. Die Leichen eines Mannes und einer Frau sind dort nach einem Brand gefunden worden.

Zwei Leichen in einem brennenden Haus, davor liegt eine schwer verletzte Frau. Was ist in Neuenkirchen (Heidekreis) passiert? Gegen einen 20-jährigen Mann liegt mittlerweile ein Haftbefehl vor.

  • Schreckliches Verbrechen im Heidekreis.
  • Zwei Leichen im brennenden Haus in Neuenkirchen gefunden.
  • 20-jähriger Mann festgenommen.

Update vom 14. August: Ein unter dem dringenden Verdacht des Doppelmordes von Neuenkirchen (Heidekreis) verhafteter 20-Jährige schweigt bislang zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Freitag. Dem 20-Jährigen wirft die Staatsanwaltschaft versuchten Raub, Mord in zwei Fällen, versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und besonders schwere Brandstiftung vor. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann versucht habe, von den Opfern Geld zu bekommen.

Update vom 13. August: Nach dem Fund der zweier Leichen in einem brennenden Haus in Neuenkirchen (Heidekreis) ist ein 20-Jähriger festgenommen worden. Gegen den jungen Mann habe sich schon unmittelbar nach der Tat ein Anfangsverdacht ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft Lüneburg am Donnerstag mit.

Das Amtsgericht Soltau habe einen Haftbefehl in dem Doppelmordfall erlassen, der 20-Jährige solle noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. (dpa)

Update vom 31. Juli: Die zur Aufklärung des Geschehens bei der Polizeiinspektion Heidekreis eingesetzte Mordkommission „Lohweg“ sichert Spuren und befragt Zeugen. Für ihre Arbeit ist es auch wichtig, den Tagesablauf der Opfer vor der Tat zu rekonstruieren. Hierbei ist die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Die Polizei fragt daher: Wer hat am Montag, 27. Juli, die späteren Opfer vor der Tat noch gesehen oder auf andere Weise Kontakt zu ihnen gehabt? Wer hat am Tattag, insbesondere zwischen 18 Uhr und 20.35 Uhr, Beobachtungen am Wohnhaus oder im Umfeld gemacht, beispielsweise Personen oder Fahrzeuge gesehen?

Jede Beobachtung kann wichtig sein. Für das Wochenende wird bei der Polizei in Soltau jeweils zwischen 9 und 18 Uhr ein Hinweistelefon geschaltet sein, Telefonnummer: 05191/9380-411. Bei nicht Erreichbarkeit, ist die Polizei auch unter der Telefonnummer: 05191/9380-0 zu erreichen.

Update vom 30. Juli: Bei dem am Montagabend getöteten 70-jährigen Mann handelt es sich nach Informationen unserer Zeitung um einen ehemaligen Lehrer. Seine ebenfalls wahrscheinlich durch ein Gewaltverbrechen ums Leben gekommene Frau war auch Lehrerin und hatte nach Informationen der Böhme-Zeitung zuletzt am Wohnort des Paares in Neuenkirchen unterrichtet. Der Mann soll Schulleiter der Wittorfer Grundschule gewesen sein. Aus gesundheitlichen Gründen zum 1. Februar 1999 aus dem Dienst.

Toter Mann soll Lehrer gewesen sein

Update vom 29. Juli: Nach dem Fund zweier Leichen in einem brennenden Haus in Neuenkirchen im Heidekreis verdichten sich die Hinweise auf ein Gewaltdelikt. Die Ergebnisse der Obduktionen ließen auf ein Gewaltgeschehen schließen, teilte die Staatsanwaltschaft Lüneburg am Mittwoch auf Anfrage mit. Wegen der laufenden Ermittlungen würden keine konkreten Angaben gemacht. Die Leichen eines 70 Jahre alten Mannes und seiner 69-jährigen Ehefrau waren bei dem Brand am Montagabend entdeckt worden.

Ursprüngliche Meldung vom 28. Juli: Laut Polizeibericht und nach Angaben der Feuerwehr wurde am Montagabend, gegen 20.35 Uhr, der Brand eines Wohnhauses gemeldet. „Da unklar war, ob sich noch Menschen im Gebäude befinden, wurde das Alarmstichwort ,Feuer mit Menschenleben in Gefahr’ alarmiert. Die Feuerwehr war innerhalb kurzer Zeit mit knapp 70 Einsatzkräften vor Ort. Das Feuer in dem Wohnhaus konnte durch mehrere Trupps unter Atemschutz schnell unter Kontrolle gebracht werden“, schreibt die Feuerwehr.

Welcher Art die Verletzungen der 56-jährigen Frau waren und welche weiteren Details auf ein Tötungsdelikt hindeuteten, wollte die Polizei auf Nachfrage der VAZ mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Soltau nicht mitteilen.

Vor dem Haus fanden die Einsatzkräfte eine schwer verletzte, zunächst nicht vernehmungsfähige 56-jährige Frau, die sofort notfallmedizinisch versorgt wurde. Im Inneren des Hauses entdeckten die Einsatzkräfte zwei Leichen – eine Frau und einen Mann.

Ein Hundeführer der Polizei hält vor dem Haus, in dem nach einem Brand zwei Leichen gefunden wurden, seinem Hund eine Geruchsprobe vor. Wie die Polizei mitteilte, wird nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem Gewaltverbrechen ausgegangen.

Verletzte Frau nicht verwand mit Ehepaar

Bei den beiden Leichen handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um einen 70 Jahre alten Mann und seine 69 Jahre alte Ehefrau, die nun obduziert werden sollen. Ersten Erkenntnissen zufolge war die 56-Jährige Frau nicht mit den Toten verwandt.

Für Nachlöscharbeiten kam unter anderem die Drehleiter der Feuerwehr Soltau zum Einsatz. Aus dem Korb heraus wurden Teile des Daches geöffnet, um eine Brandausbreitung auszuschließen. Die Feuerwehr leuchtete im weiteren Verlauf die Einsatzstelle für die Arbeiten der Polizei aus.  rei/dpa

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