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Höheres Steueraufkommen im Heidekreis

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Warben für die Finanzamts-Laufbahn: Jörg Zimmermann, Rainer Hellwinkel, Anna-Lena Wolf, Paula Schütze (hinten v.l.) Alexander Schulz und Jennifer Renken (vorne v.l.).

Soltau - „Die stabile Entwicklung des Steueraufkommens im Heidekreis hat sich im vergangenen Jahr unverändert fortgesetzt, denn nach 2017 mit Einnahmen von 551 Millionen Euro hat das Finanzamt Soltau in 2018 insgesamt 592 Millionen Euro festgesetzt und erhalten“, freuten sich der Vorsteher des Finanzamts Soltau, Jörg Zimmermann, und der Sachgebietsleiter Erhebung, Jürgen Böhmer, bei einem Pressegespräch über das steigende Gesamtaufkommen.

„Dass es nahezu im gesamten Heidekreis wirtschaftlich so gut läuft, lässt sich vor allem am steigenden Aufkommen der Umsatzsteuer festmachen, die das Gesamtergebnis förmlich nach oben gerissen hat“, sagte Zimmermann. Aber auch das steigende Aufkommen der Lohnsteuer habe großen Anteil an der positiven Entwicklung. Er bezog sich auf die von Böhmer genannten Zahlen, die einen deutlichen Anstieg bei der Umsatzsteuer von 256 auf 289 Millionen Euro sowie bei der Lohnsteuer von 155 auf 163 Millionen Euro zeigten.

Durch den Zuwachs von Steuerfällen im Arbeitnehmerbereich werde deutlich, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse ansteige, betonte Zimmermann. Böhmer teilte zudem mit, dass es bei der Kapitalertragsteuer eine Steigerung von acht auf gut zwölf Millionen Euro gebe, während das Aufkommen bei der Körperschaftssteuer von 21 auf knapp 18 Millionen sowie der veranlagten Einkommensteuer von 85 auf 80 Millionen gesunken sei.

Zimmermann und Rainer Hellwinkel machten auf die Bedeutung des Finanzamts als Arbeitgeber aufmerksam. Dazu erläuterte der für die Aus- und Fortbildung zuständige Hellwinkel: „Jährlich beginnen drei bis vier junge Menschen bei uns ihren beruflichen Lebensweg, und wir würden uns über eine noch breitere Auswahl von Bewerbungen freuen“. Zehn junge Frauen und Männer bereiteten sich in zwei Laufbahnen in beiden Steuerakademien auf ihre Prüfung vor.

„Kluge Köpfe gesucht“, heißt es bei den Finanzämtern in Niedersachsen und auch in der Soltauer Finanzbehörde. Versprochen wird: „Mit Sicherheit Karriere“. Die zweijährige Ausbildung zum Finanzwirt (Laufbahngruppe eins, mittlerer Dienst) umfasst neben der achtmonatigen Fachtheorie an der Steuerakademie in Bad Eilsen 16 Monate Fachpraxis in unterschiedlichen Bereichen des Amtes. Das Studium für die Laufbahngruppe zwei, gehobener Dienst, dauert drei Jahre und führt zum Abschluss als Diplom-Finanzwirt. Die Fachpraxis lernen die Absolventen in 15 Monaten in Arbeitsbereichen ihrer Ämter kennen. Das Fachstudium umfasst 21 Monate an der Steuerakademie Rinteln.

„Die alltägliche Arbeit im Amt ist entgegen aller Klischees alles andere als langweilig, denn bei der Bearbeitung der Steuererklärungen sind immer wieder unterschiedliche Rechtsvorschiften zu beachten, die diesen Job abwechslungsreich gestalten“, so Hellwinkel. Das Amt biete gerne Einblicke, unter anderem mit Praktika und Schnuppertagen. Vier Studierende berichteten über ihre Erfahrungen. Jennifer Renken, Anna-Lena Wolf, Paula Schütze und Alexander Schulz betonten, dass sie bald erkannt hätten, worauf es ankomme: ein sicherer Arbeitsplatz und Möglichkeiten einer vielfältigen Verwendung.

Zimmermann: „Uns fehlen jedes Jahr permanent drei bis sechs Vollzeitstellen.“ Das wirke sich negativ aus, auch auf die Bearbeitungszeit von Steuererklärungen.  

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