Höhepunkt der Wildwochen an den Berufsbildenden Schulen in Soltau

Eine Werbung für Genuss

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Involtini werden von mehreren Koch-Azubis vorbereitet, ehe sie in den Konvektomaten (Dampfgarer) kommen.

Soltau - 22 angehende Jungköche und doppelt so viele Auszubildende im Servicebereich haben das 19. Wildseminar des Gastronomiebereichs an den Berufsbildenden Schulen Soltau erfolgreich hinter sich gebracht. Durchgeführt wurde es in Zusammenarbeit mit den beiden Jägerschaften des Heidekreises. Das Ergebnis: Beste Werbung für den Genuss heimischen Wildes und hervorragende Leistungen bei Küche und Service.

Knapp 90 Gäste genossen im Schulrestaurant „La Cuisine“ das kulinarische Ergebnis, ein Vier-Gang-Wild-Menü. Dr. Jens Bülthuis, Vorsitzender der Soltauer Jägerschaft, bezeichnete das Essen als „kulinarische Offenbarung“.

Die jungen Köche, so verrät Lutz Behrendt, Leiter des Ausbildungsbereiches Gastronomie an den BBS, hätten sich alle Rezepte selbst ausgedacht, nichts komme aus irgendeinem Kochbuch. Ob Involtini mit Filet vom Rot- und Schwarzwild, Grünkohlsuppe mit hausgemachter Wildgrützwurst oder der Hauptgang mit verschiedenen Wildrücken und Kürbisgemüse und das Dessert mit Quitten-Apfelstrudel – die Gäste zeigten sich begeistert.

Vor dem Ergebnis standen jedoch Fleiß und knochenharte Arbeit, vor allem für die 22 Jungköche in der Ausbildungsküche. Als die ersten Gäste eintrudelten, wurde ein Aperitif kredenzt, und in der Küche richteten die Auszubildenden die Teller für ein Amuse gueule – Wildleber auf Quittenkompott – an. Ein angehender Servicemitarbeiter trommelte nervös auf die Abstellfläche an der Ausgabe. Nun galt es zu zeigen, was die jungen Leute in drei Jahren gelernt haben.

Auf die Frage, warum sie Koch werden möchten, antworteten die jungen Leute, dass die Arbeit Spaß mache und sie einen sehr kreativen Beruf lernten. Da nähmen sie Stress und ungünstige Arbeitszeiten gern in Kauf.

Der Küchennachwuchs ist sich bewusst, dass er in Soltau eine Ausbildung auf hohem Niveau genießt. Neben Abteilungschef Behrendt, helfen dabei Küchenchef Jens Stumpf und zwei weitere Beiköche. „Wir alle“, so Behrendt, „bringen die jungen Menschen auf ein möglichst gleiches Niveau in ihrer dreijährigen Ausbildung. Hier erlernen sie auch Dinge, die sie in einigen Betrieben nicht lernen können.“ Die Küche sei mit neuesten Geräten ausgestattet. So hätten sie erst kürzlich mit Unterstützung eine hochmoderne Spezialpfanne im Wert von 16 000 Euro angeschafft.

Behrendt bezeichnete das „Wildseminar“ als einen der Höhepunkte und als wichtigen Baustein in der Kochausbildung des dringend benötigten Nachwuchses. Stolz präsentiert er eine Wand mit Auszeichnungen von Wettbewerben, an denen Schüler aus Soltau teilgenommen haben. Aber auch im Service wird unter der Leitung von Elke Cordes auf sehr hohem Niveau ausgebildet. Das Ergebnis an den festlich gedeckten Tischen konnte sich sehen lassen.

hf

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