Heidekreis-Klinikum, Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen sowie AKH Celle

Medizinische Kooperation

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Die neuen Kooperationspartner sehen die Zukunft ihrer Häuser und der Zusammenarbeit zuversichtlich (v.l.): Ann-Katrin Friedrich, AKH Celle, Christoph Schneidewin, Kaufmännischer Direktor AKH Celle, Dirk Ludemann, Vorstand Herz- und Gefäß-Zentrum Bad Bevensen, Stephan Judick, Vorstand AKH Celle, und Dr. Christof Kugler, Geschäftsführer Heidekreis-Klinikum.

Soltau - Ein enge medizinische Kooperation haben das Heidekreis-Klinikum, das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen und die AKH-Gruppe mit dem Allgemeinen Krankenhaus Celle beschlossen. Ziel der seit Herbst 2014 geprobten Zusammenarbeit ist es, den Patienten die beste medizinische Versorgung und Behandlung zu bieten und sie in der Region zu halten.

Das Vorhaben helfe aber auch, den wirtschaftlichen Erfolg der Krankenhäuser in der Region zu sichern und zu verbessern, sagten Dr. Christof Kugler, Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums (HKK), und Stephan Judick, Vorstand des allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH), gestern im Pressegespräch.

Krankenhäuser bekämen in Zukunft kein zusätzliches Geld für ihre Behandlungen und viele Patienten mit besonderen Leiden würden von niedergelassenen Ärzten in Kliniken in den Großstädten überwiesen, erläuterte Kugler. Außerdem sei es schwer, geeignetes Fachpersonal wie Ärzte und Pflegepersonal aufs Land zu locken. Dazu müssten hohe medizinische Kompetenz und eine fachlich qualifizierte Aus- und Fortbildung geboten werden. Dies könne man im Verbund besser leisten, so Judick.

Alle drei Kliniken hätten spezielle Fähigkeiten, aber das AKH Celle biete die Bandbreite eines Maximalversorgers, sagte Dirk Ludemann, Vorstand des Herz- und Gefäßzentrums Bad Bevensen. Daher mache es Sinn, alle medizinischen Fähigkeiten zu bündeln. Gelinge es, mehr Patienten in der Region zu behandeln, so diene dies auch dem Erhalt der Krankenhaus-Strukturen im ländlichen Raum.

Dem HKK wird die Spezialisierung in den Versorgungsschwerpunkten an den beiden Standorten erleichtert. Das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen bringt die besondere fachliche Expertise auf dem Gebiet der Herz- und Gefäßerkrankungen ein.

Einen erfolgreichen Austausch, so Kugler, gebe es bereits im Bereich der Gefäßchirurgie und der Telemedizin. Diese Zusammenarbeit habe gegenseitiges Vertrauen geschaffen, ergänzte Judick. Deshalb könne man den Verbund jetzt öffentlich machen, damit die niedergelassenen Ärzte, erfahren, dass sie ihre Patienten im Bedarfsfall für jede denkbare Krankenhausleistung an ihre örtliche Klinik überweisen können.

Sei es zum Beispiel nicht möglich, einen Fall optimal in Soltau zu behandeln, so werde der Patient für einen komplizierten Eingriff nach Celle und dann – je nach Gesundheitszustand – schnellstmöglich zurück in sein Heimatkrankenhaus verlegt, erklärte Judick. Gegenüber Luftverlegungen, zum Beispiel ins UKE Hamburg, habe man kurze Transport- und Besuchswege.

Aus wirtschaftlicher Sicht gehe der Region kein Patient verloren, erzählte Kugler. Deshalb werde diese Kooperation bei den Krankenkassen mit Wohlwollen gesehen, bestätigte Judick.

lm Sommer 2014 wurden erste Gespräche zwischen den Geschäftsführungen aufgenommen. Die Kooperation wurde im Dezember 2014 offiziell beschlossen. Die Klinikträger bleiben jedoch selbstständig.

Als nächste Kooperationsfelder werden nun der neoperinatale Bereich, die Tumorbehandlung sowie die Kardiologie und auch die Schlaganfall-Behandlung folgen.

hf

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