Heidekreis-Klinikum: Geschäftsführung stellt Zukunftskonzept 2020 vor

Notwendige Modernisierung

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Die Vierbett-Zimmer sollen der Vergangenheit angehören.

Soltau - Einstimmig beschlossen die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat des Heidekreis-Klinikums ein Zukunftskonzept. Fazit: Um nicht von der Entwicklung auf dem Gesundheitsmarkt abgehängt zu werden, muss neben der Strukturreform mit der Bildung von medizinischen Schwerpunkten auch der Rest der Häuser dringend modernisiert werden. Dies gilt insbesondere für die Stationen, die moderne Zweibettzimmer mit eigenem Sanitärbereich erhalten sollen.

Für den Zukunftsplan 2020 sollen Landes- und Bundesmittel in Höhe von rund 40 Millionen Euro beantragt werden.

Klinikums-Geschäftsführer Dr. Christof Kugler, Landrat Manfred Ostermann und die Spitze des Aufsichtsrates (AR) mit Hermann Norden und Sebastian Zinke stellten die Pläne vor und verdeutlichten, wie wichtig die weitere Modernisierung der Krankenhäuser für das Überleben sei. „Keine Modernisierung, keine Zukunft für die beiden Krankenhäuser im Heidekreis in der jetzigen Form“, sagte AR-Vorsitzender Hermann Norden.

Krankenhausbau und -umbau seien Landessache bei den Baukosten, erklärte Landrat Manfred Ostermann. Entsprechend geschlossen und deutlich würden sie in Hannover auftreten und für den Zukunftsplan werben. Er zeigte sich zuversichtlich: Ein so großer Landkreis ohne ein Krankenhaus – das könne nicht sein, das könne auch die Landesregierung nicht wollen. Außerdem müsse das Land nicht die vollen Kosten tragen. Etwa die Hälfte solle aus einem Strukturfonds des Bundes kommen, so die Antragsteller. Entscheidend sei es, bis März alle Finanzierungsanträge gestellt zu haben, damit keine Fristen versäumt würden, sagte Kugler.

Das Modernisierungskonzept müsse auch vor dem Hintergrund gedacht werden, dass die Landesplanung in Richtung Abbau von Planbetten gehe, so der Geschäftsführer weiter. Das Heidekreis-Klinikum biete in seinem Konzept freiwillig diesen Abbau an. Das Klinikum werde nachhaltig wirtschaftlicher aufgestellt sein.

Ziele des Konzeptes seien Verbesserungen der bestehenden Leistungen, ein wirtschaftlicherer Betrieb der beiden Häuser sowie eine Sicherung der ambulanten ärztlichen Versorgung für mehr als fünf Jahre, unter anderem durch die Stärkung der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) an den Häusern in Walsrode und Soltau, so Kugler. Baulich gehe es um eine Optimierung der Flächenstandards und der Stationsgrößen, was teilweise neben der Modernisierung auch die Erweiterung bestimmter Stationen bedeuten könne. Durch den Umbau solle auch die Behandlung im Zweibettzimmer Standard werden. Dies erwarte der Patient heute, so Kugler.

Im Zuge der vorgesehenen Sanierung der Operationsbereiche werde es zeitweise eine Teilverlegung der Unfallchirurgie aus Soltau an den Standort Walsrode geben.

Kugler und Norden betonten, dass bei allen Zukunftsplänen und Umbauten die Grund- und Regelversorgung an beiden Standorten erhalten bleiben werde. Mit einer weiteren Modernisierung, so die Hoffnung, werde es in Zukunft leichter fallen, Fachärzte im Klinikum und am Ort zu halten und neu zu gewinnen. Außerdem sei vorgesehen, die medizinische Krankenhauskooperation in der Südheide mit Celle und Bad Bevensen auszubauen, um die allgemeine Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

Zum Abschluss der Planvorstellung betonten Ostermann und Zinke, dass die Pläne im Vorfeld mit den Kreispolitikern sowie allen Bürgermeistern des Heidekreises abgestimmt worden seien.

hf

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