Geschichte und Gegenwart des Truppenübungsplatzes Bergen als Seminarthema

Von der Aussiedlung bis zur Konversion

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Egon Hilbich erklärt die Geschichte und Gegenwart des Truppenübungsplatzes Bergen.

Bergen - Der Truppenübungsplatz Bergen von der Aussiedlung der Bewohner bis zu aktuellen Konversionsforderungen war das Thema eines Seminars von Gewerkschaftern und Bündnissen gegen Rechts. Gewerkschaftssprecher Charly Braun und Egon Hilbich von der Bürgerinitiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark begleiteten die Gruppe bei einer Exkursion.

Hilbich ging auf den Widerstand der Bevölkerung gegen die Einrichtung des Truppenübungsplatzes ein, Kriegsverbrechen und -gefangenenlager, die teilweise Wiederbesiedlung nach 1945 und die Erweiterung des Platzes durch die Nato. Die Nazi-Wehrmacht habe hier den Überfall auf die Sowjetunion geprobt.

Erstaunt erfuhren die Besucher, dass die Einwohner der Dörfer der Gemeindefreien Bezirke Lohheide und Osterheide keine normalen kommunalen Rechte haben.

Bei einem Rundgang durch Ostenholz erfuhren die Teilnehmer vom Abriss historischer Bausubstanz auf Betreiben der Bundeswehr im bewohnten Dorf. Die Bürgerinitiative fordert mit ver.di und DGB nach dem Abzug der British Army ein soziales, ökologisches, nicht-militärisches Konversionsprogramm zum Aufbau einer neuen, existenzsichernden Wirtschaftsstruktur.

Der Wunsch, den ortsbildprägenden Wünninghof vorm Abriss zu retten, fand Zustimmung bei den Teilnehmern. Die Initiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark will den Hof sanieren und hat bei der staatlichen Immobiliengesellschaft Bima die Pachtung beantragt.

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