SoVD Heidekreis feiert 100-jähriges Bestehen des Sozialverbandes Deutschland

„Finger in die Wunde legen“

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SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Schneverdingen - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Heidekreis hat gestern das 100-jährige Bestehen des Verbandes in Deutschland mit vielen Gästen gefeiert. Präsident Adolf Bauer, Chef von mehr als 250.000 Mitgliedern des SoVD Niedersachsen und Bundesvorsitzender, brachte es auf den Punkt: „Wir sind stolz auf unsere Mitglieder. Wir sind stolz auf 100 Jahre Sozialarbeit. Auch in der Zukunft werden wir den Finger in die Wunde legen und soziale Gerechtigkeit einfordern.“

Es war eine beeindruckende Feier, die der SoVD-Kreisverband, unterstützt vom Ortsverband Schneverdingen, auf die Beine gestellt hatte – mit viel Prominenz, an der Spitze Bauer und SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke, Landrat Manfred Ostermann, Bürgermeistern und zahlreichen Mitgliedern der 22 Ortsverbände.

Kreisvorsitzender Jürgen Hestermann begrüßte die Gäste kurz, mit Humor und zuletzt auf Platt. „Noch nie habe ich vor einem so prominenten Gremium sprechen dürfen“, sagte der Hodenhagener.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und den Ortsverbänden nahmen am Festakt in Schneverdingen teil. 

Vor fast 200 Gästen in der Freizeitbegegnungsstätte Schneverdingen forderte Bauer die Politik auf, vor allem „rentengerechter“ zu werden. „Rente fängt nicht erst im Alter an. Denkt heute schon an die jungen Menschen.“

„Haben uns immer um die Probleme der Menschen gekümmert“

Bauer erinnerte an soziale Themen, denen sich der Verband zunächst als Reichsbund und später als SoVD angenommen habe. „Wir haben uns immer um die Probleme der Menschen gekümmert, auch in den Nachkriegsjahren des Zweiten Weltkriegs, als Flüchtlinge ins Land kamen. Und sie wurden gar nicht nett aufgenommen.“ Der SoVD habe zudem immer wieder politisch agiert, eng mit der Politik zusammengearbeitet und Vorschläge für ein besseres soziales Leben gemacht. „Heute können wir feststellen, dass wir gemeinsam sehr viel erreicht haben.“ Aber neue Probleme seien zu lösen, vor allem im Bereich der Rente, der Altersarmut, aber auch bei Themen wie Barrierefreiheit, Pflege und öffentlicher Personennahverkehr. „Wir werden uns hier besonders stark engagieren“, versprach Bauer. Die anstehenden Bundestagswahlen gäben Chancen für dringend umzusetzende soziale Maßnahmen.

Ostermann zeigte Fachkenntnis, als er über den Verband sprach, der 1999 für den gesamten Heidekreis gegründet wurde. Ihm gehören viele Ortsverbände an, Soltau ist mit über 1299 Mitgliedern der größte, Böhme-Bierde mit 40 der kleinste. Der SoVD leiste hervorragende Arbeit und kümmere sich mit vielen Veranstaltungen aktiv um seine Mitglieder. Der Heidekreis arbeite sehr gern mit dem Verband zusammen, so Ostermann.

Rentendebatte in der Talkrunde

Hochpolitisch ging es in der Talk-Runde mit Landespressesprecher Matthias Büschking, Adolf Bauer, Dirk Swinke und den beiden Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil, SPD, und Kathrin Rösel, CDU, zur Sache. Dabei stand die Rente im Vordergrund. Beide Politiker sehen die Notwendigkeit einer Rentenreform nach der Wahl, um mehr Gerechtigkeit zu erreichen.

Bauer eröffnete anschließend die Wanderausstellung des SoVD Deutschland im Foyer der Begegnungssstätte. Noch bis heute sind Bilder, Plakate und Texte zur 100-jährigen Geschichte des Sozialverbandes zu sehen. 

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