Finanzminister besucht Soltauer Mitarbeiter

Sorgen und Nöte im Vordergrund

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Amtsvorsteher Rolf Zimmermann (l.) mit dem Finanzminister Peter-Jürgen Schneider vor der Soltauer Behörde.

Soltau - Es kommt nicht jeden Tag vor, dass ein Minister seine Ämter draußen im Lande besucht und sich mit den Mitarbeitern unterhält. Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider, SPD, tut dies regelmäßig. Am Montag war er im Soltauer Finanzamt zu Gast. Zusammen mit dem Amtsvorsteher Rolf Zimmermann tauschte sich Schneider über die alltäglichen Probleme der Mitarbeiter aus und informierte sich, wo bei der Sachbearbeitung der Schuh drückt. Auf diese Weise, so Minister Schneider, bekomme er immer wieder Verbesserungsvorschläge.

Für ihn, so Schneider, sei es wichtig, dass ihn alle Mitarbeiter auch mal sehen. Ihre Zufriedenheit stehe für ihn ganz oben auf der Agenda. In Soltau habe es diesmal auch einen Erfahrungsaustausch über die neue IT-Technik, die eingeführt werde, gegeben. Ziel sei es, die Zusammenarbeit und den Datenaustausch unter den einzelnen Finanzämtern, den Bundesländern und später sogar mit den EU-Nachbarn problemlos zu ermöglichen. Das Aufspüren von Steuersündern werde erleichtert, sagte der Minister und wies auf die immer noch beträchtliche Anzahl von Selbstanzeigen hin.

„Wir werden unseren Kurs gegen Steuerbetrug konsequent fortsetzen. Die beschlossenen Verschärfungen zur strafbefreienden Selbstanzeige haben ihre Wirkung nicht verfehlt.“ Allein im Finanzamt Soltau seien in den vergangenen zwei Jahren 149 Selbstanzeigen eingegangen. Inzwischen sei die Abgabe einer Selbstanzeige deutlich teurer und die Hürden lägen höher. Gleichwohl seien im Finanzamt Soltau bis zum 30. September nochmal 41 Selbstanzeigen eingetroffen, unterstrich Zimmermann. In ganz Niedersachsen habe es bis Ende September 2080 Selbstanzeigen bei den Finanzämtern gegeben. „Dies ist ein nach wie vor hoher Wert. In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich rund 1200 Selbstanzeigen registriert“, gab Schneider zu bedenken.

Damit die Steuerverwaltung ihrer Rolle als tragende Einnahmeverwaltung des Landes auch künftig gerecht werden kann, setzt sich Schneider für eine bedarfsgerechte Personalausstattung ein. Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels habe die Nachwuchsgewinnung der niedersächsischen Steuerverwaltung für die Landesregierung große Bedeutung. Bis 2017 würden über die erforderliche Bestandserhaltung hinaus 20 zusätzliche Finanzanwärter pro Jahr eingestellt.

Nachdem zum 1. August 2014 bereits 437 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung beziehungsweise ihr duales Studium in den niedersächsischen Finanzämtern begonnen haben, starteten zum 1. August 2015 weitere 436 junge Menschen ihre Karriere in der Finanzverwaltung. „Noch 2012 betrug die Einstellungszahl lediglich 228“, so Schneider.

Im Finanzamt Soltau sind derzeit 175 Mitarbeiter beschäftigt, darunter jeweils neun Steuer- und Finanzanwärter. Der Finanzamtsbezirk umfasst den Heidekreis. Das Steueraufkommen im Finanzamt Soltau betrug im Jahr 2014 rund 513 Millionen Euro.

hf

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