Verwaltungsspitzen informieren sich zum „Dethlinger Teich“

Einzigartige Rüstungsaltlast

Carsten Bubke, Gerd Engel, Jens Grote, Oliver Schulze, Ulf-Marcus Grube, Friedrich-Wilhelm Otte, Anna Adamczak, Dr. Bernd Zihrul und Benjamin von Ahlen (v.l.) im Freien stehend.
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Informierten sich über den „Dethlinger Teich“: Carsten Bubke, Mitarbeiter der Fachgruppe Wasser, Boden, Abfall des Heidekreises, Gerd Engel, Jens Grote, Erster Kreisrat Oliver Schulze, Ulf-Marcus Grube, Friedrich-Wilhelm Otte, Mitarbeiter der Fachgruppe Wasser, Boden, Abfall des Heidekreises, Anna Adamczak, Dr. Bernd Zihrul, Leiter der Fachgruppe Wasser, Boden, Abfall des Heidekreises und Benjamin von Ahlen (v.l.).

Munster – Durch die Verfüllung eines ehemaligen Kieselgur-Teiches von 1942 bis 1952 ist die weltweit einzigartige Rüstungsaltlast „Dethlinger Teich“ entstanden. Der neue Landrat Jens Grote und der neue Munsteraner Bürgermeister Ulf-Marcus Grube haben sich in Begleitung von Anna Adamczak, Fachbereichsleiterin Innere Dienste, und Benjamin von Ahlen, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung der Stadt Munster, sowie Gerd Engel, Munsteraner Ratsvorsitzender, am Dethlinger Teich getroffen und sich vor Ort von den Fachleuten der Fachgruppe Wasser, Boden, Abfall des Heidekreises die Vorgeschichte der Rüstungsaltlast erläutern lassen.

Sie setzen damit die enge Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen von Landkreis und Stadt fort, schreibt der Heidekreis in einer Pressemitteilung.

Besondere technische und logistische Anforderungen

Anhand von Videoaufnahmen der Teichöffnung wurden den Verwaltungschefs die besonderen technischen und logistischen Anforderungen der ab 2022 geplanten Sanierung erklärt. Die endgültige Planung der Kampfmittelräumung befindet sich derzeit in der Abstimmung. Sie soll bis Anfang Dezember abgeschlossen sein.

Arbeitshalle und zwei Zelte

Die Kampfmittelräumung soll in einer 95 mal 105 Meter großen Arbeitshalle erfolgen. Um sie herum werden das „Teichöffnung-Zelt“, 20 mal 30 Meter, und das „Erfassung-Röntgen-Transport-Zelt“ (ERT), 20 mal 10 Meter, als Schleusen für Personal, Gerät und Munition platziert.

Meldung jedes gefundenen Stückes Kampfstoffmunition

Mit der Unterzeichnung des Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, der Kontrollstelle OPCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) im niederländischen Den Haag jedes gefundene Stück Kampfstoffmunition zu melden und nach deren Freigabe und Kontrolle zu vernichten. Hierzu muss jedes Kampfmittel mit Foto und Röntgenbild erfasst werden. Diese Arbeiten finden normalerweise bei der GEKA in Munster statt. Sie sollen nun aber vor Ort im ERT-Zelt durchgeführt werden. Hierdurch kann der Umfang der Arbeiten auf dem Gelände der GEKA reduziert werden, was die maximal zu vernichtende Anzahl an Kampfmitteln erhöhen soll.

Die Planungen basieren auf insgesamt 30 000 Stück Kampfstoffmunition, wenngleich die Anzahl der tatsächlich im Teich versenkten Munition mangels überlieferter Dokumente nicht wirklich beziffert werden kann.

Sanierungsbeirat um Bevölkerung zu informieren

Zum Abschluss erhielten die Verwaltungschefs Informationen über den Sanierungsbeirat, mit dem ergänzend zu den Veröffentlichungen auf der Homepage des Heidekreises und den Pressemitteilungen die Bevölkerung künftig über ihre örtlichen Vertreter aus Oerrel und Trauen fortlaufend über das Geschehen am „Teich“ informiert werden soll.

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